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Kunst

Gemälde & Ölbilder verkaufen in Wien

Ölbilder aller Epochen aus Wohnungen, Verlassenschaften und Sammlungen – signiert oder unsigniert, gerahmt oder lose.

Diese Seite richtet sich an alle, die Ölbilder verkaufen möchten, ohne genau zu wissen, wer sie gemalt hat. Angekauft werden Gemälde auf Leinwand, Holz, Karton und Kupfer aus allen Epochen: Landschaften, Bildnisse, Stillleben, Jagd- und Tierbilder, Genreszenen, Stadtansichten und religiöse Bilder, ebenso Ölstudien und Galeriekopien. Unsignierte Bilder sind kein Ausschlussgrund, denn viele gute Gemälde tragen keinen Namen. Für bestimmte Epochen gibt es eigene Seiten zu Alten Meistern, zum 19. Jahrhundert, zur Klassischen Moderne und zur zeitgenössischen Kunst.

In Wiener Wohnungen hängen Ölbilder seit Generationen: Hochzeitsgeschenke, Erwerbungen aus dem Dorotheum, Bilder aus Ateliers und Kunsthandlungen der Inneren Stadt. Gefragt sind heute vor allem Bilder mit klarem Motiv, guter Malqualität und handlichem Format, etwa Ansichten aus Wien und Umgebung, Blumenstücke, Landschaften des Salzkammerguts und Tierbilder. Weniger gesucht sind dunkle, großformatige Bilder ohne Zuschreibung und religiöse Szenen ohne künstlerischen Rang. Entscheidend bleibt, dass Malerei und Rahmen zusammenpassen und der Zustand eine Hängung ohne aufwendige Restaurierung erlaubt.

Wien bildete über drei Jahrhunderte Maler aus: An der Akademie der bildenden Künste studierten seit dem 18. Jahrhundert Generationen von Künstlern, die Bildnisse, Landschaften und Stillleben für den lokalen Markt schufen. Daneben arbeiteten Hunderte Malerinnen und Maler in Ateliers der Vorstädte und belieferten Kunsthandlungen, Rahmenmacher und die Ausstellungen im Künstlerhaus. Heute weniger bekannte Namen wie Hugo Darnaut, Eduard Zetsche oder Anton Hlavacek prägten das Bild der Wohnungen um 1900. Hans Makart und Ferdinand Georg Waldmüller hatten zahlreiche Schüler und Nachahmer, deren Bilder bis heute auftauchen.

Für eine erste Einschätzung fotografieren Sie das Bild frontal bei Tageslicht ohne Blitz, dazu Signatur, Rückseite, Rahmenecken und eventuelle Schäden; die Maße ohne Rahmen helfen zusätzlich. Bei der kostenlosen Besichtigung, in jedem der 23 Bezirke, prüfen wir Malschicht, Bildträger, Signatur und Rahmen, auf Wunsch auch alle Bilder einer Wohnung in einem Termin. Ein Angebot erhalten Sie nach der Besichtigung; bezahlt wird bar oder per Überweisung. Die Abholung übernehmen wir auf Wunsch, auch vom Dachboden oder aus dem Kellerabteil.

Objektgruppen

21 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Malqualität

    Sichere Zeichnung, stimmige Perspektive und ein lebendiger Farbauftrag unterscheiden ein gutes Bild von Dilettantenarbeit. Die Malqualität zählt auch dann, wenn der Name unbekannt bleibt.

  • Signatur

    Eine lesbare Signatur ermöglicht den Abgleich mit Künstlerlexika und Auktionsdatenbanken. Fehlt sie, entscheidet der Vergleich mit Werken bekannter Maler.

  • Motiv

    Heitere, gut lesbare Motive wie Blumen, Tiere und Ansichten erkennbarer Orte finden mehr Käufer als düstere oder religiöse Themen. Lokale Motive aus Wien und Niederösterreich sind in Wien besonders gefragt.

  • Format

    Bilder bis etwa einen Meter Breite lassen sich in heutigen Wohnungen leicht hängen. Sehr große Formate haben einen kleineren Markt.

  • Zustand

    Risse, Löcher, Farbabplatzungen und stark vergilbter Firnis mindern den Wert, sind aber restaurierbar. Übermalungen und Wasserschäden wiegen schwerer.

  • Bildträger und Alter

    Handgewebte Leinwand, Holztafeln und alte Keilrahmen sprechen für ein höheres Alter. Malkartons und industriell grundierte Leinwand deuten auf das späte 19. und das 20. Jahrhundert.

  • Rahmen

    Ein originaler, zum Bild passender Rahmen steigert Wirkung und Wert. Wertvolle Rahmen werden auch ohne Bild bewertet.

Originale erkennen

Den Unterschied zwischen Gemälde und Druck zeigt eine Lupe: Ölmalerei hat unregelmäßige Farbaufträge, Pinselspuren, die der Form folgen, und ein Craquelé, das durch die Farbe läuft. Öldrucke und Kunstdrucke auf Leinwand zeigen ein regelmäßiges Punktraster, ihre Oberflächenstruktur ist geprägt oder mit Gel aufgetragen und folgt nicht dem Motiv. Auf der Rückseite verraten aufkaschierte Leinwand, Verlagsstempel und gleichmäßig weiße Spannränder einen Druck. Bei Unsicherheit genügt ein Detailfoto in Nahaufnahme für eine erste Einschätzung.

Das Alter lässt sich an Bildträger und Rückseite abschätzen: Holztafeln und handgewebte Leinwand deuten auf Werke vor etwa 1850, Malkartons mit Prägestempel und industriell grundierte Leinwand auf die Zeit danach. Häufige Verwechslungen betreffen Galeriekopien des 19. Jahrhunderts, die für Originale gehalten werden, und Bilder mit nachträglich angebrachten Signaturen bekannter Maler. Auch Malerinnen und Maler mit gleichem Nachnamen werden verwechselt. Messingschilder am Rahmen nennen oft einen Namen, den ein früherer Besitzer oder Händler angebracht hat, nicht unbedingt den des Malers.

Bei Gemälden, deren Herkunft für die Jahre 1938 bis 1945 nicht geklärt ist, wird die Provenienz vor dem Ankauf geprüft. Bilder aus Kirchen und Kapellen werden nur mit Nachweis des rechtmäßigen Erwerbs angekauft.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

317

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

13

Fragen zu Gemälde & Ölbilder

Ich weiß nicht, wer mein Bild gemalt hat – können Sie trotzdem helfen?

Ja. Viele Gemälde tragen keine oder eine schwer lesbare Signatur. Anhand von Malweise, Bildträger, Motiv und Rahmen lässt sich meist Epoche und Schule bestimmen, manchmal auch ein Name.

Wie erkenne ich, ob mein Bild ein Druck ist?

Betrachten Sie eine helle Stelle mit der Lupe: Ein regelmäßiges Punktraster weist auf einen Druck hin. Gemalte Bilder zeigen unregelmäßige Pinselspuren und Farbränder. Im Zweifel schicken Sie ein Nahfoto.

Kaufen Sie auch beschädigte Ölbilder?

Ja, wenn Motiv und Malqualität eine Restaurierung rechtfertigen. Risse, Löcher und abblätternde Farbe werden in der Bewertung berücksichtigt. Bitte kleben und reinigen Sie nichts.

Was bedeutet das Messingschild am Rahmen?

Messingschilder wurden oft von Händlern oder Besitzern angebracht und nennen nicht immer den richtigen Maler. Sie sind ein Hinweis, aber kein Beleg; Signatur und Malweise zählen mehr.

Kann ich mehrere Bilder auf einmal anbieten?

Ja. Bei Wohnungsauflösungen und Verlassenschaften werden alle Bilder in einem Termin gesichtet, das Angebot kann einzelne Stücke oder den gesamten Bestand umfassen. Die Räumung der übrigen Wohnung übernimmt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Sind Bilder ohne Rahmen weniger wert?

Nicht grundsätzlich. Ein passender Rahmen kann den Gesamtwert erhöhen, entscheidend ist aber die Malerei. Lose Leinwände sollten flach oder gerollt gelagert werden, nie gefaltet.

Wie alt muss ein Bild sein, damit es interessant ist?

Ein Mindestalter gibt es nicht. Ölbilder des 20. Jahrhunderts von bekannten oder gut ausgebildeten Malern sind ebenso gefragt wie ältere Werke. Ausschlaggebend sind Qualität, Motiv und Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.