Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Material: Malerei & Grafik

Öl auf Kupfer

Ölmalerei auf Kupferplatten, im 16. und 17. Jahrhundert für leuchtende Kabinettbilder in Antwerpen und Rom beliebt.

Kupferplatten boten eine glatte, starre Fläche, auf der Ölfarben besonders leuchtend und fein erschienen. Im späten 16. und im 17. Jahrhundert malten flämische Künstler wie Jan Brueghel der Ältere sowie Maler in Rom und Süddeutschland kleinformatige Kabinettbilder auf Kupfer: Landschaften, Blumenstücke, Andachtsbilder und mythologische Szenen. Antwerpener Plattenmacher kennzeichneten ihre Platten mitunter mit Marken. Im 18. und 19. Jahrhundert blieb Kupfer für Miniaturen und Kopien in Gebrauch.

Die Rückseite zeigt glattes oder gehämmertes Kupfer, oft dunkel oxidiert, mitunter mit Marken oder Ritzungen. Die Platte ist steif und für ihre Größe schwer. Die Malschicht wirkt emailartig glatt und leuchtend. Bei Verbiegung der Platte platzt Farbe ab, was als Schaden an Ecken und Rändern sichtbar wird. Ein Magnet haftet nicht. Spätere Kopien auf Kupfer zeigen häufig gröbere Malerei und modern wirkende Rückseiten. Unter UV-Licht treten Retuschen deutlich hervor.

Kupfergemälde des 17. Jahrhunderts guter Qualität sind gesucht und werden von Spezialisten bewertet. Abplatzungen und verbogene Platten mindern den Wert. Viele Kupferbilder sind Kopien oder Werkstattarbeiten; Qualität und Vergleichsstücke entscheiden über die Einordnung. Plattenmarken helfen bei der Datierung, ersetzen aber keine Zuschreibung.

So prüfen Sie es

  • steife, schwere Metallplatte
  • emailartig glatte Malschicht
  • oxidierte Rückseite mit Marken
  • Abplatzungen an Ecken
  • kein Magnetzug

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.