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Gold, Schmuck & Uhren

Gold & Altgold verkaufen in Wien

Gold wird nach Feingehalt und Gewicht berechnet, beides wird vor Ihren Augen geprüft. Grundlage ist unser Punzierungsschein nach § 17 Punzierungsgesetz 2000.

Der Handel mit Gegenständen aus Edelmetall setzt in Österreich einen Punzierungsschein voraus. JM Räumungen e.U., die Betreiberin von Antiquitäten Wien, besitzt diesen Schein nach § 17 Punzierungsgesetz 2000 und kauft Gold daher zum Tageswert an. Maßgeblich ist der Kurs für Feingold am Tag der Berechnung. Weil der Goldpreis täglich schwankt, gilt ein Angebot für reines Materialgold nur an diesem Tag; die Rechnung legen wir offen, damit Sie Kurs, Gewicht und Feingehalt selbst nachvollziehen können.

Am Anfang steht die Punze. Zahlen wie 333, 585 oder 750 nennen den Goldanteil in Tausendsteln, Karatangaben wie 8 K, 14 K oder 18 K meinen dasselbe in Vierundzwanzigsteln. Österreichische Stücke aus der Zeit der Monarchie tragen statt Zahlen amtliche Bildpunzen, Schmuck aus der Türkei oder dem arabischen Raum häufig 875 oder 916. Wo die Punze fehlt oder abgerieben ist, klärt die Strichprobe auf dem Probierstein den Gehalt; eine elektronische Waage trennt danach die Feingehalte voneinander.

Münzen und Barren folgen eigenen Regeln. Dukaten bestehen aus Gold mit 986 Tausendsteln, die Goldmünzen der Kronen- und Guldenwährung aus 900er Gold, der Wiener Philharmoniker aus Feingold 999,9. Offizielle Nachprägungen mit den festen Jahreszahlen 1912, 1915 oder 1892 werden nach Feingewicht bewertet, Originaljahrgänge und seltene Prägungen dagegen numismatisch nach Jahrgang, Münzzeichen und Erhaltung. Barren in versiegelter Verpackung, mit Seriennummer und Herstellerangabe lassen sich rasch einordnen; lose Barren ohne Beleg prüfen wir auf Maße, Gewicht und Material, bevor ein Betrag feststeht.

Bevor ein Stück als Altgold auf die Waage kommt, sehen wir uns an, was es ist. Ein Armband aus dem Art déco, eine Brosche im Etui von A. E. Köchert oder ein Zigarettenetui mit feiner Guillochierung haben als Objekt oft einen Wert über dem Material; dann wechselt die Bewertung in die Sparte Schmuck oder Vitrinenobjekte. Die Besichtigung ist in allen 23 Wiener Bezirken kostenlos, Fotos per WhatsApp genügen für eine erste Einschätzung, bezahlt wird bar oder per Überweisung.

Objektgruppen

20 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Feingehalt

    Der Anteil reinen Goldes bestimmt den Materialwert; 750er Gold enthält drei Viertel Feingold, 333er Gold ein Drittel.

  • Gewicht

    Gewogen wird jede Legierung getrennt, auf das Hundertstelgramm genau. Steine, Federn aus Stahl und Kittfüllungen werden abgezogen.

  • Tageskurs

    Der Feingoldkurs ändert sich täglich. Ein Angebot für Materialgold gilt deshalb nur am Tag der Berechnung.

  • Numismatischer Wert

    Originaljahrgänge, niedrige Auflagen und Prägungen in Polierter Platte können deutlich über dem Goldwert liegen. Nachprägungen mit fester Jahreszahl zählen meist nur nach Gewicht.

  • Objektwert

    Signierter Schmuck, Arbeiten bekannter Juweliere und Stücke einer Stilepoche werden als Antiquität bewertet, nicht als Schmelzgut.

  • Erhaltung bei Münzen

    Kratzer, Randfehler, Henkelspuren und Reinigung mindern den Sammlerwert. Münzen deshalb nie putzen.

  • Verpackung und Beleg

    Barren im versiegelten Blister und Münzen in Originalkapsel lassen sich schneller einordnen; Kaufbelege erleichtern die Zuordnung.

Originale erkennen

Echtes Gold ist nicht magnetisch. Ein Magnet, der an einer Kette haftet, verrät einen Stahlkern oder ein Unedelmetall unter dünner Auflage. Stempel wie „Doublé“, „GF“, „RGP“ oder „1/20 14K“ kennzeichnen Goldauflagen, „vergoldet“ oder „GP“ eine galvanische Schicht. Abgeriebene Kanten, an denen ein rötliches oder graues Metall durchscheint, sprechen ebenfalls gegen massives Gold. Weißgold ist meist rhodiniert und sieht Silber oder Platin ähnlich; Platin ist schwerer und trägt Punzen wie 950, 900 oder PT.

Punzen sitzen bei Ringen innen auf der Schiene, bei Ketten am Verschluss oder an einem Endglied, bei Ohrsteckern am Stift. Neben der Feingehaltszahl steht oft ein Herstellerzeichen. Österreichische Amtspunzen zeigen einen Tierkopf oder ein Profil mit Kennbuchstaben des Punzierungsamtes. Eine Zahl allein beweist nichts, auch Fälschungen tragen 585 oder 750. Bei Zweifeln entscheidet die Strichprobe: Ein Abrieb auf dem Probierstein wird mit Prüfsäuren abgestufter Stärke behandelt, die nur Legierungen unter dem jeweiligen Gehalt auflösen.

Der Ankauf von Edelmetall erfolgt auf Grundlage des Punzierungsscheins nach § 17 Punzierungsgesetz 2000. Für Händler gelten die Sorgfaltspflichten der Gewerbeordnung zur Verhinderung von Geldwäsche; bei Barzahlungen ab der gesetzlichen Schwelle ist die Identität des Verkäufers festzustellen. Gegenstände aus Diebstahl oder ungeklärter Herkunft kaufen wir nicht an.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

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Manufakturen & Marken

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Epochen & Stile

4

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Gold & Altgold

Wie wird der Ankaufsbetrag für Altgold berechnet?

Das Gewicht jedes Feingehalts wird mit seinem Goldanteil multipliziert; das Ergebnis ist das Feingewicht. Dieses wird mit dem Tageskurs für Feingold verrechnet, abzüglich der Kosten für das Scheiden der Legierung und der Handelsspanne.

Muss ich meinen Goldschmuck vorher sortieren?

Nein. Zeigen Sie alles, auch Stücke, die Sie für Modeschmuck halten. Wir trennen nach Feingehalt und prüfen jedes Teil einzeln.

Kaufen Sie Zahngold mit Zahnresten an?

Ja. Kronen und Brücken müssen nicht gereinigt werden. Keramik und Zahnreste werden beim Gewicht berücksichtigt, der Goldanteil wird geprüft, weil Dentallegierungen keine Punze tragen.

Was ist der Unterschied zwischen Dukaten von 1915 und älteren Dukaten?

Die Jahreszahl 1915 kennzeichnet die offizielle Nachprägung des Hauptmünzamts, die bis heute hergestellt wird; sie wird nach Feingewicht bewertet. Dukaten mit früheren Jahreszahlen sind Originalprägungen, deren Wert von Jahrgang, Münzstätte und Erhaltung abhängt.

Sind Goldmünzen und Barren von der Umsatzsteuer befreit?

Anlagegold im Sinne des Umsatzsteuerrechts ist in der EU von der Umsatzsteuer befreit. Dazu zählen Barren ab einem Feingehalt von 995 Tausendsteln und bestimmte Goldmünzen; für den Verkauf aus Privatbesitz spielt das in der Regel keine Rolle.

Lohnt es sich, einen alten Goldring einschmelzen zu lassen, statt ihn zu verkaufen?

Das hängt vom Stück ab. Ringe des Biedermeier, des Historismus oder des Art déco und signierter Schmuck haben häufig einen Wert über dem Material. Bei der Besichtigung sagen wir Ihnen, welche Stücke als Schmuck und welche als Altgold bewertet werden.

Wie läuft die Bewertung von Gold aus einer Verlassenschaft ab?

Wir sichten den gesamten Bestand vor Ort, trennen Schmuck mit Objektwert, Münzen und Materialgold und wiegen in Ihrer Anwesenheit. Für den Gerichtskommissär oder die Miterben erhalten Sie eine Aufstellung mit Gewicht und Feingehalt je Position.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.