Künstler: Neue Sachlichkeit
Sergius Pauser
Maler, 1896–1970, Wien – München – Klosterneuburg
Wiener Maler der Neuen Sachlichkeit; „Reichsbrücke von Osten“ (1929), Biennale 1934 und 1936, Akademieprofessor bis 1967.
Sergius Pauser studierte zunächst Architektur in Wien, dann Malerei 1919–1924 an der Münchner Akademie und kurz 1925 an der Wiener Akademie. Von 1927 bis 1939 war er Mitglied der Secession. 1934 und 1936 stellte er auf der Biennale in Venedig aus. Ab 1943 leitete er eine Meisterklasse für Porträtmalerei an der Wiener Akademie, nach dem Krieg lehrte er dort von 1945 bis 1967. Pauser starb 1970 in Klosterneuburg.
Pauser begann expressionistisch und fand Ende der 1920er Jahre zur Neuen Sachlichkeit, später wieder zu einer freieren Malweise. Er malte Landschaften, Stillleben und Bildnisse; zu den bekannten Werken zählen „Reichsbrücke von Osten“ (1929), das sozialkritische „Am Hochofen“ mit Metallarbeitern und ein Bild der Unterzeichnung des Staatsvertrags. Zahlreiche Landschaftsaquarelle zeigen eine lockere, transparente Handschrift. Viele Bildnisse entstanden als Aufträge und zeigen die Dargestellten in ruhiger, sachlicher Haltung.
Pausers Bildnisse stammen oft aus Familienbesitz der Dargestellten und tragen Rückseitenvermerke. Landschaftsaquarelle sind am Markt häufiger als Gemälde der Neuen Sachlichkeit. Signatur und Datierung sind mit Werken im Belvedere und im Wien Museum abzugleichen. Bei Aquarellen sind Lichtschäden und vergilbte Passepartouts häufige Zustandsmängel. Ausstellungsnachweise der Biennale 1934 und 1936 helfen, Arbeiten der Neuen Sachlichkeit zeitlich einzuordnen.
Epochen & Stile
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