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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Max Weiler

Maler, Grafiker, 1910–2001, Absam – Innsbruck – Wien

Tiroler Maler, der Landschaft in freie Farbräume übersetzte; Fresken in Innsbruck, ab 1964 Professor an der Wiener Akademie.

Der 1910 in Absam geborene Max Weiler studierte in den 1930er Jahren an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seine Fresken in der Theresienkirche auf der Innsbrucker Hungerburg (1946/47) lösten einen Kirchenstreit aus und wurden zeitweise verhängt. Es folgten die Wandbilder für den Innsbrucker Hauptbahnhof (1954/55). 1960 vertrat Weiler Österreich auf der Biennale von Venedig, von 1964 bis 1981 leitete er eine Meisterschule an der Wiener Akademie. Er starb 2001 in Wien.

Ab den frühen 1960er Jahren löste Weiler die Landschaft von der Abbildung. In der Werkgruppe „Wie eine Landschaft“ entstehen Berge, Wasser und Wachstum aus fließenden, lasierend geschichteten Farbbahnen auf hellem Grund. Er arbeitete mit Tempera, Öl und Acryl auf Leinwand und Papier, schuf Mosaike, Glasfenster und Wandbilder und zeichnete in Bleistift, Kreide und Tusche. Die Druckgrafik, vor allem Farblithografien und Serigrafien, blieb ein schmaler Werkteil mit kleinen, nummerierten Auflagen.

Gemälde sind in der Regel vorne mit „Weiler“ und Jahreszahl signiert, rückseitig oft zusätzlich mit Titel und Datum versehen. Bei Zuschreibungen zählen eine lückenlose Herkunft, Ausstellungsetiketten auf Keilrahmen und Rahmen sowie der Abgleich mit Katalogen und dem Werkverzeichnis. Druckgrafik trägt Bleistiftsignatur und Nummer; offsetgedruckte Plakate und Kunstdrucke nach Gemälden zeigen unter der Lupe ein Raster und haben vor allem Dekorationswert.

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