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Künstler: Wiener Barock

Martino Altomonte

Maler, Freskant, 1657–1745, Neapel – Warschau – Wien – Heiligenkreuz

In Neapel geborener Maler Tiroler Herkunft, der das Deckenfresko im Marmorsaal des Unteren Belvedere schuf.

Martino Altomonte wurde 1657 in Neapel als Martin Hohenberg geboren; sein Vater stammte aus Tirol, den Namen italianisierte der Sohn. Er lernte in Rom und arbeitete ab 1684 für den polnischen König Johann III. Sobieski. Ab 1703 lebte er in Wien. Seine letzten Jahre verbrachte er als Familiare im Zisterzienserstift Heiligenkreuz, wo er 1745 starb. Sein Sohn Bartolomeo wurde ebenfalls Maler.

Für Prinz Eugen malte Altomonte um 1716 das Deckenfresko im Marmorsaal des Unteren Belvedere. Sein Schwerpunkt lag jedoch auf Altarbildern für Kirchen und Klöster in Wien, Nieder- und Oberösterreich, darunter Heiligenkreuz, St. Florian und Linz. Die Malweise verbindet die römisch-neapolitanische Schulung mit kräftigem Helldunkel und klarer, ruhiger Figurenanordnung. Er arbeitete in Öl auf Leinwand, häufig in großen Altarformaten mit Heiligen in Wolken und Engelsgruppen.

Altomonte hinterließ Ölskizzen für Altarbilder, die im Kunsthandel gelegentlich auftauchen. Abzugrenzen sind Werke seines Sohnes Bartolomeo Altomonte, der die Werkstatt fortführte. Signaturen sind selten, Datierungen ergeben sich aus Kirchenakten und Stiftsarchiven. Für Altarbilder aus kirchlichem Besitz verlangen wir Nachweise der Herkunft. Rückseitige Beschriftungen und Inventarnummern von Stiften geben mitunter Hinweise auf die Herkunft.

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