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Künstler: Internationale Moderne

Marianne von Werefkin

Malerin, 1860–1938, Tula – München – Ascona

Russische Malerin, Schülerin Ilja Repins und Mitbegründerin der Neuen Künstlervereinigung München; ihr Nachlass liegt in Ascona.

Marianne von Werefkin, Tochter eines russischen Generals, studierte bei Ilja Repin und galt als „russischer Rembrandt“. 1896 ging sie mit Alexej von Jawlensky nach München, wo ihr Salon in der Giselastraße zum Treffpunkt der Avantgarde wurde. Nach Jahren, in denen sie das eigene Malen zurückstellte, nahm sie es 1906 wieder auf. 1909 gründete sie die Neue Künstlervereinigung München mit. Ab 1918 lebte sie in Ascona, wo sie 1938 starb.

Werefkins Bilder zeigen Landschaften, Dorf- und Straßenszenen, Prozessionen und Arbeiter in leuchtenden, unnatürlichen Farben und dramatischen Perspektiven, oft mit symbolischer Aufladung. Sie malte vorwiegend in Tempera auf Karton. Ihre „Lettres à un Inconnu“ halten Gedanken zur Kunst fest. In Ascona entstanden Bilder der Tessiner Landschaft und ihrer Bewohner. Druckgrafik spielt keine Rolle. Viele Bilder sind dramatisch beleuchtet, mit langen Schatten und steil ansteigenden Wegen.

Die Fondazione Marianne Werefkin im Museo Comunale d'Arte Moderna in Ascona verwahrt den Nachlass und ist wichtigste Vergleichsquelle. Temperabilder auf Karton sind empfindlich für Feuchtigkeit und Abrieb. Arbeiten aus dem Münchner Kreis werden mitunter zwischen Werefkin, Jawlensky und Münter verwechselt; Technik und Malgrund helfen bei der Unterscheidung. Ölbilder sind selten, die meisten Werke sind in Tempera ausgeführt.

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