Material: Malerei & Grafik
Öl auf Karton
Ölmalerei auf grundiertem Karton oder Malpappe; typisch für Freilichtstudien, Skizzen und viele Bilder der Klassischen Moderne.
Industriell gefertigte, grundierte Malkartons kamen im 19. Jahrhundert auf und boten einen leichten, billigen und transportablen Malgrund. Maler nutzten sie für Ölstudien im Freien, Porträtskizzen und kleine Formate. Manche Kartons tragen eine eingeprägte Leinwandstruktur. Ungrundierte Pappe saugt das Bindemittel auf und lässt die Farbe matt erscheinen.
Die Maler des Stimmungsimpressionismus wie Emil Jakob Schindler, Tina Blau und Olga Wisinger-Florian malten Studien auf Karton und Holz. Henri de Toulouse-Lautrec ließ auf seinen Kartonbildern den braunen Grund stehen und verdünnte die Ölfarbe stark. In der Zwischenkriegszeit und nach 1945 griffen viele Künstler aus Materialmangel zu Karton und Pappe.
Karton ist empfindlich: Er wellt sich, die Ecken stoßen sich ab, säurehaltige Pappen vergilben und werden brüchig, Feuchtigkeit führt zu Schimmel und Ablösungen. Auf der Rückseite finden sich oft Stempel von Künstlerbedarfshändlern, die bei der Datierung helfen, außerdem Skizzen, Widmungen und Ausstellungsetiketten. Studien bekannter Künstler auf Karton sind gesucht; Motiv, Ausführung und Erhaltung entscheiden.
So prüfen Sie es
- Kartonkante mit sichtbaren Schichten
- Wölbung oder Wellung
- Händlerstempel auf der Rückseite
- eingeprägte Leinwandstruktur bei Malpappen
- matte Farbe auf ungrundiertem Grund
Öl auf Karton verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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