Künstler: Genre & Tiermalerei
Anton Schrödl
Tiermaler, 1820–1906, Wien
Wiener Tiermaler, der über ein halbes Jahrhundert Schafe, Ziegen, Rinder und Hunde in Stall und Weide malte.
Anton Schrödl wurde 1820 geboren und studierte an der Wiener Akademie. Er spezialisierte sich früh auf die Tiermalerei und stand in der Tradition Friedrich Gauermanns, ohne dessen Dramatik zu übernehmen. Schrödl arbeitete in Wien und stellte regelmäßig im Künstlerhaus aus. Sein Werk reicht vom Vormärz bis in die Zeit um 1900. Er starb 1906 in Wien. Sein Schaffen umfasst über sechs Jahrzehnte.
Schrödl malte Schafe und Ziegen im Stall, Rinder auf der Weide, Hühner, Hunde, Katzen und Pferde, oft in kleinen Gruppen und ruhigen Situationen. Die Tiere sind genau beobachtet, das Fell sorgfältig gemalt, die Umgebung einfach: Stroh, Holzwände, Wiesen. Er arbeitete in Öl auf Holz und Leinwand, häufig in kleinen Formaten, die als Gegenstücke verkauft wurden. Ölstudien auf Papier ergänzen das Werk.
Schrödl signierte mit „A. Schrödl“ oder „Schrödl“ und Jahreszahl. Seine Stallszenen erscheinen im Wiener Handel regelmäßig. Die Abgrenzung zu anderen Tiermalern der Zeit, etwa Carl Reichert oder Otto von Thoren, ist über Signatur und Motiv möglich. Kleinformate auf Holz sind meist gut erhalten; Firnisvergilbung verändert jedoch häufig die Farbwirkung. Gegenstücke kommen vor.
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