Künstler: Expressionismus
Anton Mahringer
Maler, 1902–1974, Neuhausen auf den Fildern – Gailtal – Villach
Schüler Anton Koligs aus Württemberg, ab 1932 im Gailtal; Staatspreis 1948 für die „Abendlandschaft“.
Anton Mahringer wurde 1902 in Neuhausen auf den Fildern bei Stuttgart geboren, schloss 1924 eine Banklehre ab und trat 1925 in die Stuttgarter Akademie ein. Nach der Zeichenklasse Arnold Waldschmidts wechselte er 1928 in die Malklasse Anton Koligs, der eben aus Nötsch berufen worden war. Bei einer Exkursion kam er 1928 erstmals nach Kärnten, 1929/30 war er Koligs wichtigster Mitarbeiter an den Fresken im Klagenfurter Landhaus. 1932 ließ er sich endgültig im Gailtal nieder. Er starb 1974 im Krankenhaus Villach.
Mahringers Hauptthema ist die Landschaft des Gailtals: Wiesen, Bergflanken, Dörfer und Licht in wechselnden Jahreszeiten, gemalt in leuchtender, transparent geschichteter Farbe. Er malte in Öl auf Leinwand und vielfach in Aquarell und schuf ein Mosaik für die Österreichischen Draukraftwerke in Klagenfurt. 1948 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Malerei für sein Bild „Abendlandschaft“. Spätwerke lösen die Landschaft stärker in Farbfelder auf, in denen Gegenstände nur angedeutet sind.
Mahringers Aquarelle sind die häufigste Werkgruppe im Handel; sie sind lichtempfindlich, verblasste Blautöne und vergilbte Passepartouts mindern den Zustand. Signatur und Datierung sind mit belegten Arbeiten zu vergleichen. Kärntner Landschaftsaquarelle anderer Maler werden ihm gelegentlich zugeordnet. Herkunft aus Kärntner Privatbesitz und Ausstellungsetiketten der Nachkriegszeit sind übliche Begleitumstände. Ölbilder auf Leinwand sind seltener und meist datiert.
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