In London formulierten Richard Hamilton und die Independent Group Mitte der 1950er-Jahre eine Kunst aus Werbung, Film und Konsumgütern; Hamiltons Collage von 1956 gilt als frühes Schlüsselwerk. In New York folgten um 1961 Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, James Rosenquist und Tom Wesselmann. In Österreich arbeitete Kiki Kogelnik ab 1961 in New York. Die Wiener Ausstellung „Wirklichkeiten“ in der Secession 1968 zeigte eine eigene österreichische Variante.
Die Pop Art übernimmt Bilder aus Werbung, Comics, Zeitungen und Starfotografie und überführt sie in Siebdruck, Raster und plakative Farben. Warhol wiederholte Motive seriell, Lichtenstein vergrößerte Comicbilder mit Rasterpunkten, Oldenburg schuf weiche Skulpturen von Alltagsdingen. Typisch sind flache, leuchtende Farben, harte Konturen, Collage und Industrietechniken. Druckgrafik in hohen Auflagen, Multiples und Plakate machten die Kunst breit verfügbar. Attersee verband Pop mit Erotik und Wortwitz. Claes Oldenburg eröffnete 1961 in New York „The Store“ mit bemalten Gipsnachbildungen von Waren.
Das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig – besitzt mit der Sammlung Ludwig Hauptwerke der amerikanischen Pop Art. Die Secession zeigte 1968 „Wirklichkeiten“ mit Wolfgang Herzig, Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Peter Pongratz, Franz Ringel und Robert Zeppel-Sperl. Im Wiener Handel sind Siebdrucke und Multiples von Warhol, Lichtenstein und Indiana sowie Werke von Kogelnik, Attersee und den „Wirklichkeiten“-Künstlern gefragt. Kogelniks Nachlass betreut eine Stiftung.
Warhol-Siebdrucke existieren als autorisierte Auflagen, Probedrucke, unautorisierte Nachdrucke etwa der Edition „Sunday B. Morning“ und als Offsetposter. Rückseitige Stempel, Werkverzeichnis Feldman/Schellmann und Papier entscheiden. Lichtenstein-Grafik wird nach dem Werkverzeichnis von Corlett geprüft; Offsetplakate mit gedruckter Signatur sind keine Originalgrafik. Indianas „LOVE“ erschien in zahlreichen autorisierten und unautorisierten Fassungen, die Werkverzeichnisse trennen.
Woran man es erkennt
- Bilder aus Werbung, Comic und Starfotografie
- Siebdruck und Rasterpunkte
- serielle Wiederholung
- flache, leuchtende Farben
- harte Konturen
- weiche Skulpturen von Alltagsdingen
- Multiples und Plakate
- Wortwitz und Erotik bei Attersee
Pop Art verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular