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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Eduard von Grützner

Genremaler, 1846–1925, Groß-Karlowitz – München

Münchner Maler zechender Mönche und Falstaff-Szenen, dessen Motive als Drucke und Kopien in Gasthäusern und Wohnungen hingen.

Eduard Grützner wurde 1846 in Groß-Karlowitz in Schlesien geboren und studierte an der Münchner Akademie, unter anderem bei Karl von Piloty. Er lebte bis zu seinem Tod 1925 in München, wo er sich ein Atelierhaus einrichtete und Kunst und Kunsthandwerk sammelte. 1916 wurde er geadelt. Seine Bilder waren um 1900 außerordentlich populär. Seine Mönchsbilder wurden zu einem eigenen Genre der Münchner Malerei.

Grützner malte Mönche in Klosterkellern und Refektorien, beim Weinverkosten, Schnupfen, Kartenspielen und Essen, außerdem Szenen mit Falstaff aus Shakespeares Dramen, Jäger und Bauern. Die Bilder sind humorvoll, detailreich und kleinformatig, mit warmem Kellerlicht und präzise gemalten Gläsern, Fässern und Gewändern. Er arbeitete in Öl auf Holz und Leinwand, meist in kleinen Formaten mit warmem Braun, leuchtendem Rot und präzise gesetzten Glanzlichtern auf Glas und Zinn.

Grützner signierte mit „Ed. Grützner“ und Jahreszahl. Seine Motive wurden vielfach kopiert, gefälscht und als Drucke vertrieben; Mönchsbilder ohne Signatur oder mit fraglicher Signatur sind häufig. Das Werkverzeichnis von Laszlo Balogh dient als Referenz. Leinwand, Malschicht und Signaturduktus werden geprüft; gerahmte Öldrucke sind am Raster zu erkennen. Provenienz klärt vieles.

Epochen & Stile

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