Künstler: Secession
Gustav Klimt
Maler, Zeichner, 1862–1918, Baumgarten – Wien
Gründungspräsident der Wiener Secession 1897; im Handel begegnen vor allem Zeichnungen, Lichtdruck-Mappen und Plakate nach seinen Entwürfen.
Gustav Klimt, Sohn eines Goldgraveurs aus Baumgarten, besuchte ab 1876 die Kunstgewerbeschule am Stubenring. Mit seinem Bruder Ernst Klimt und Franz Matsch malte er als Künstler-Compagnie die Deckenbilder der Burgtheater-Stiegenhäuser (1886–1888) und die Zwickelbilder im Kunsthistorischen Museum. 1897 wurde er erster Präsident der Secession; die Fakultätsbilder für die Universität lösten ab 1900 öffentliche Proteste aus. 1905 trat er mit der Klimt-Gruppe aus, 1908 organisierte er die Kunstschau. Er starb im Februar 1918 nach einem Schlaganfall.
Die „goldene Periode“ mit Blattgold und Ornamentflächen gipfelt in „Der Kuss“ (1907/08, Belvedere) und dem ersten Bildnis Adele Bloch-Bauer (1907). Daneben entstanden quadratische Landschaften vom Attersee und der Beethovenfries für die Secessionsausstellung 1902. Klimt zeichnete täglich: Akt- und Gewandstudien in Bleistift, schwarzer und roter Kreide, häufig auf Packpapier, später auf Japanpapier. Druckgrafik im engeren Sinn schuf er kaum; verbreitet wurden seine Bilder über das Plakat der ersten Secessionsausstellung 1898 und die Lichtdruck-Mappe „Das Werk Gustav Klimts“, die ab 1908 bei Miethke erschien.
Auf Gemälden steht meist „GUSTAV KLIMT“ in Versalien, mitunter in ein quadratisches Feld gesetzt; viele Zeichnungen blieben unsigniert und tragen teils einen Nachlassstempel. Maßgeblich sind Alice Strobls vierbändiges Verzeichnis der Zeichnungen (1980–1989) und für die Gemälde Novotny/Dobai (1967). Gefälscht werden vor allem Aktzeichnungen; Lichtdrucke und Kunstdrucke auf Goldgrund werden gelegentlich als Original ausgegeben. Bei Werken aus Wiener Familienbesitz ist zudem die Provenienz zwischen 1938 und 1945 zu klären.
Epochen & Stile
Gustav Klimt verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Penzing
Geburtsort: Klimt kam 1862 in Baumgarten, Linzer Straße 247, zur Welt.
Neubau
Wohnung mit Mutter und Schwestern in der Westbahnstraße 36.
Josefstadt
Atelier im Hof des Hauses Josefstädter Straße 21 ab 1892.
Hietzing
Letztes Atelier in der Feldmühlgasse 11 ab 1911/12; Grab auf dem Hietzinger Friedhof.
Innere Stadt
Beethovenfries in der Secession, Friedrichstraße 12; Deckenbilder in den Stiegenhäusern des Burgtheaters.
Mariahilf
Lebensgefährte Emilie Flöges, entwarf Reformkleider und war regelmäßig im Salon an der Mariahilfer Straße.
Ebenfalls: Secession
- Ferdinand Andri1871–1956
- Rudolf Bacher1862–1945
- Wilhelm Bernatzik1853–1906
- Adolf Böhm1861–1927
- Josef Engelhart1864–1941
- Rudolf Jettmar1869–1939
- Friedrich König1857–1941
- Johann Victor Krämer1861–1949
- Max Kurzweil1867–1916
- Maximilian Lenz1860–1948
- Wilhelm List1864–1918
- Elena Luksch-Makowsky1878–1967
- Carl Moll1861–1945
- Alfred Roller1864–1935
- Othmar Schimkowitz1864–1947
- Ferdinand Schmutzer1870–1928
- Ernst Stöhr1860–1917
- Leopold Stolba1863–1929
- Hans Tichy1861–1925
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