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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Serge Poliakoff

Maler, Grafiker, 1900–1969, Moskau – London – Paris

Russisch-französischer Maler der École de Paris; ineinandergreifende Farbflächen, Gouachen und Lithografien in großer Zahl.

1900 in Moskau geboren, verließ Serge Poliakoff Russland nach der Revolution und verdiente sich in Konstantinopel, Sofia, Belgrad, Berlin und Paris als Gitarrist in russischen Kabaretts. Ab 1929 studierte er in Paris Malerei, 1935–1937 an der Slade School in London. Ab Ende der 1930er Jahre malte er abstrakt, angeregt von Wassily Kandinsky, Robert und Sonia Delaunay und Otto Freundlich. In den 1950er Jahren wurde er zu einem führenden Vertreter der École de Paris. Er starb 1969 in Paris.

Poliakoffs Bilder bestehen aus wenigen, ineinandergreifenden Farbflächen mit unregelmäßigen Rändern, die wie ein Puzzle das Bild füllen. Die Farben sind in vielen Schichten aufgetragen, sodass die Flächen samtig und tief wirken. Er malte in Öl und Gouache, die Gouachen bilden einen großen Werkteil. Die Druckgrafik umfasst zahlreiche Farblithografien und Serigrafien, viele bei Mourlot in Paris gedruckt, dazu Plakate für Ausstellungen.

Gemälde und Gouachen sind meist mit „Serge Poliakoff“ signiert. Ein Werkverzeichnis von Alexis Poliakoff ist die wichtigste Referenz; ohne Abgleich sind Unikate schwer verkäuflich, da Fälschungen bekannt sind. Lithografien sind mit Bleistift signiert und nummeriert, posthume Abzüge sind entsprechend bezeichnet. Gouachen reagieren empfindlich auf Licht und Feuchtigkeit. Ausstellungsplakate kommen häufig vor, in der Regel ohne Unterschrift.

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