Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Künstler: Internationale Moderne

Alexej von Jawlensky

Maler, 1864–1941, Torschok – München – Wiesbaden

Russischer Maler in München und Wiesbaden; Köpfe, „Variationen“ und „Meditationen“ in leuchtender Farbe, ein bevorzugtes Ziel von Fälschern.

Alexej von Jawlensky war russischer Offizier, ehe er Maler wurde. 1896 ging er mit Marianne von Werefkin nach München und gründete 1909 die Neue Künstlervereinigung München mit. Mit Kandinsky und Münter arbeitete er in Murnau. Den Ersten Weltkrieg verbrachte er in der Schweiz, wo die Folge der „Variationen“ entstand. 1921 ließ er sich in Wiesbaden nieder. 1924 bildete er mit Kandinsky, Feininger und Klee die „Blaue Vier“. Er starb 1941 in Wiesbaden.

Jawlenskys Werk kreist um den menschlichen Kopf: frühe expressive Bildnisse in glühenden Farben mit dunklen Konturen, ab 1917 die „Mystischen Köpfe“ und „Heilandsgesichter“, ab den 1920er Jahren die abstrahierten „Konstruktiven Köpfe“. Wegen einer fortschreitenden Arthritis malte er ab 1934 die kleinformatigen „Meditationen“ mit wenigen Pinselzügen. Die meisten Bilder sind Öl auf Malpappe oder Leinwandkarton. Seine Frau Helene Nesnakomoff war Modell vieler früher Bildnisse.

Maßgeblich ist das vierbändige Werkverzeichnis von Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky und Angelica Jawlensky (1991–1998). Jawlensky gehört zu den häufig gefälschten Malern der Moderne; kleine Köpfe auf Pappe sind ein klassisches Fälschungsfeld. Ohne Werkverzeichnisnummer und Herkunft ist eine Zuschreibung nicht möglich. Druckgrafik spielt bei ihm eine Nebenrolle. Das Museum Wiesbaden besitzt eine große Sammlung.

Ebenfalls: Internationale Moderne

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.