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Künstler: Historismus

Eduard Veith

Dekorationsmaler, 1858–1925, Neutitschein – Wien

Mährischer Dekorationsmaler in Wien, der Decken, Theater und Palais mit allegorischen Szenen ausstattete.

Eduard Veith wurde 1858 in Neutitschein in Mähren geboren und studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule. In Wien wurde er einer der meistbeschäftigten Dekorationsmaler des späten Historismus, mit Aufträgen für Theater, Palais und öffentliche Bauten in der Monarchie. Er starb 1925 in Wien. Seine Aufträge reichten von Theaterdecken über Palaisausstattungen bis zu Staffeleibildern für Sammler, was ihn zu einem typischen Maler der späten Ringstraßenzeit macht.

Veith malte Deckenbilder, Vorhänge, Wandgemälde und Staffeleibilder mit allegorischen und mythologischen Themen: Musen, Jahreszeiten, Elemente, Frauengestalten in Wolken, Putten und Blumen. Seine Farbigkeit ist hell und festlich, die Figuren elegant; um 1900 nahm er Anregungen des Jugendstils auf. Daneben entstanden Bildnisse und Genrebilder. Er arbeitete in Öl auf Leinwand, für Decken und Vorhänge in großen Formaten, für Sammler in kleineren Staffeleibildern mit feiner Ausführung.

Veith signierte mit „E. Veith“ oder „Eduard Veith“. Im Handel erscheinen Staffeleibilder mit allegorischen Frauenfiguren und Ölskizzen für Dekorationen; sie werden mitunter mit Arbeiten von Alois Hans Schram verwechselt. Die Zuordnung von Skizzen zu ausgeführten Decken erfordert Vergleich mit Fotografien der Bauten. Großformate sind häufig gerollt gelagert worden. Firnis und Retuschen prüfen wir.

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