Künstler: Neue Malerei
Gunter Damisch
Maler, Grafiker, Bildhauer, 1958–2016, Steyr – Wien
Wiener Maler kosmischer, wimmelnder Bildwelten; Vertreter der Neuen Wilden, ab 1998 Professor für Grafik an der Wiener Akademie.
Gunter Damisch, 1958 in Steyr geboren, besuchte das Musikgymnasium Linz und studierte einige Semester Medizin, Germanistik und Geschichte. 1978–1983 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Maximilian Melcher und Arnulf Rainer. In den 1980er Jahren zählte er zu den Neuen Wilden und spielte Bass und Orgel in der Wiener Punkband Molto Brutto. An der Akademie lehrte er ab 1992 und war ab 1998 Professor für Grafik. Damisch starb 2016 in Wien.
Damischs Bilder zeigen dichte, wimmelnde Welten aus Kugeln, Wegen, Feldern und kleinen, aufrechten Figuren, die zwischen Mikroskop und Weltall zu schweben scheinen. Titel sind zusammengesetzte Wortbildungen wie „Gelbfeldweltwegleuchten“ (2003/04) oder „Sonnensilber Weltflimmerzentrum“. Er malte in Öl auf Leinwand, arbeitete in Holzschnitt, Radierung und Siebdruck und schuf Skulpturen in Bronze und Aluminium, die seine Bildfiguren in den Raum übertragen. Die Farbigkeit reicht von leuchtendem Gelb bis zu dunklem Blau.
Das druckgrafische Werk ist umfangreich, oft in kleinen Auflagen und mit Handüberarbeitung; Unikatdrucke sind als solche bezeichnet. Leinwände sind rückseitig signiert, datiert und betitelt. Bronzen tragen Signatur und Nummer. Pastose Partien sind auf Risse zu prüfen. Herkunft aus Wiener Galerien und Kataloge stützen die Zuschreibung. Kataloge der Ausstellungen in Wien und Linz helfen beim Abgleich von Motiven und Titeln.
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