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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Rudolf Szyszkowitz

Maler, Grafiker, Glasmaler, 1905–1976, St. Martin bei Villach – Graz

Grazer Maler religiöser und bäuerlicher Themen aus dem Bund Neuland; über 30 Jahre Leiter der Meisterklasse für Malerei in Graz.

Rudolf Szyszkowitz, 1905 in St. Martin bei Villach geboren, lernte ab 1921 Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule Graz und studierte ab 1925 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Karl Sterrer und Rudolf Bacher. Mit 15 Jahren schloss er sich dem katholischen Bund Neuland an. 1935 baute er in Graz eine Meisterklasse für Malerei auf, die er über dreißig Jahre leitete. 1964–1973 unterrichtete er als Nachfolger Oskar Kokoschkas an der Salzburger Sommerakademie. Er starb 1976 in Graz.

Szyszkowitz malte figürliche Kompositionen, Porträts und Landschaften; wiederkehrende Themen sind Mutter und Kind, bäuerliche Arbeit und religiöse Szenen. Die frühen Bilder sind dunkel und streng, um 1933 wird der Pinselstrich freier, in den 1950er Jahren die Farbe heller und die Kontur kräftiger. Er schuf Glasfenster, Kreuzwege, Sgraffiti, Wandbilder und Tapisserien für Kirchen in ganz Österreich, ab 1956 auch in Wien. Radierungen entstanden ab 1926.

Angeboten werden Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen, meist aus steirischen und kärntnerischen Sammlungen. Signiert ist meist mit vollem Namen und Jahr. Entwürfe für Glasfenster und Kreuzwege sind wertvolle Dokumente seiner Kirchenaufträge. Bei Werken mit religiösen Motiven aus Pfarrbesitz ist zu klären, wie sie aus kirchlichem Eigentum in Privatbesitz kamen. Bei Radierungen sind Abzugsqualität und Papier zu prüfen.

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