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Künstler: Wiener Barock

Franz de Paula Ferg

Maler, Radierer, 1689–1740, Wien – Dresden – London

Wiener Kabinettmaler holländisch geprägter Landschaften und Marktszenen, der zuletzt in London arbeitete.

Franz de Paula Ferg wurde 1689 in Wien als Sohn eines Malers geboren und lernte bei Josef Orient und Hans Graf. Um 1718 verließ er Wien, arbeitete in Braunschweig und Dresden und ging dann nach London, wo er trotz Erfolg bei Sammlern in Armut lebte. Er starb 1740 in London. Seine Bilder fanden Eingang in englische und deutsche Sammlungen. Er galt früh als begabter Zeichner.

Ferg malte kleinformatige Landschaften mit Ruinen, Bauern, Märkten, Reisenden und Herden, die an niederländische Italianisanten wie Nicolaes Berchem und Philips Wouwerman anschließen. Die Figuren sind fein und lebendig, die Farbigkeit warm. Er arbeitete oft auf Kupfer und schuf eine Folge von Radierungen mit Landschaften und Ruinen, die als Vorlagen weite Verbreitung fanden. Seine Bilder sind meist nur wenige Handbreit groß.

Im Handel begegnen Ferg-Bilder meist als Paare auf Kupfer. Signaturen sind selten, und viele Bilder seines Umkreises gelten als „Wiener Schule, 18. Jahrhundert“. Die Abgrenzung zu niederländischen Vorbildern und zu Nachahmern geschieht über Malweise, Bildträger und Figurenqualität. Seine Radierungen erscheinen als Einzelblätter. Paare mit gleicher Kupferplatte und gleicher Rahmung sprechen für ursprüngliche Zusammengehörigkeit.

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