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Künstler: Internationale Moderne

Maurice Utrillo

Maler, 1883–1955, Paris – Le Vésinet – Dax

Maler der Straßen von Montmartre und Sohn Suzanne Valadons; seine Signatur „Maurice Utrillo V.“ gehört zu den meistgefälschten der Moderne.

Maurice Utrillo war der Sohn der Malerin Suzanne Valadon; der spanische Kritiker Miguel Utrillo erkannte ihn 1891 als Sohn an. Früh alkoholkrank, begann er auf Anraten eines Arztes zu malen. Montmartre mit seinen Gassen, Kirchen und Cafés wurde sein Lebensthema. Ab den 1920er Jahren erfolgreich, lebte er später mit seiner Frau Lucie Valore in Le Vésinet bei Paris. 1929 erhielt er die Ehrenlegion. Er starb 1955 in Dax.

Utrillos „weiße Periode“ um 1909–1914 verwendet Zinkweiß, teils mit Gips oder Leim vermischt, für die Mauern Montmartres; die Bilder wirken matt und kalkig. Später wurden die Farben bunter, die Zeichnung schematischer. Er malte häufig nach Postkarten, was viele Ansichten wiederholt. Neben Ölbildern entstanden Gouachen und wenige Lithografien. Die Kirche Sacré-Cœur, das Lapin Agile und die Rue Norvins kehren immer wieder.

Das Werkverzeichnis von Paul Pétridès ist maßgeblich. Utrillo signierte häufig „Maurice Utrillo V.“ – das V. steht für Valadon. Wegen der vielen Wiederholungen nach Postkarten und der einfachen Motive ist er eines der größten Fälschungsfelder; Zertifikate sind kritisch zu prüfen. Malgrund, Farbschicht der weißen Periode und Herkunft sind entscheidend. Kunstdrucke sind häufig.

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