Technik, Musik & Mode
Grammophone, Radios, Kameras & Technik verkaufen in Wien
Antiquitäten Wien kauft historische Technik aus Ton, Bild und Büro – vom Trichtergrammophon bis zur Musiktruhe, von der Leica bis zur Eumig-Schmalfilmkamera.
Wien hat eine eigene Technikgeschichte. 1756 gründete Johann Christoph Voigtländer hier seine optische Werkstatt, 1840 berechnete Joseph Petzval das erste lichtstarke Porträtobjektiv, und 1888 eröffnete Josef Maria Eder die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt. Kapsch baute ab 1892 Telefone und ab den 1920er-Jahren Radios, Eumig ab 1919 Radios und später Schmalfilmkameras, Minerva und Hornyphon Röhrengeräte für den österreichischen Markt. Am 1. Oktober 1924 nahm die RAVAG den regulären Rundfunk auf, 1955 begann der Versuchsbetrieb des Fernsehens. Jede dieser Stufen hat Geräte in Wiener Haushalten hinterlassen.
In Nachlässen finden sich typischerweise ein Röhrenradio mit Magischem Auge, ein Koffergrammophon mit Schellackplatten, Kameras in Ledertaschen, ein Eumig-Projektor mit Filmspulen, eine Reiseschreibmaschine und manchmal eine komplette HiFi-Anlage aus den 1970er-Jahren. Viele dieser Geräte wurden in großen Stückzahlen gebaut und haben einen bescheidenen Wert. Andere, etwa frühe Leica-Modelle, Rolleiflex-Kameras, Trichtergrammophone, Röhrenverstärker bekannter Marken oder seltene Designklassiker, sind international gesucht. Die Unterscheidung beginnt mit Typenschild, Modellbezeichnung und Seriennummer. Auch Zubehör wie Objektive, Röhren, Ersatzteile und Bedienungsanleitungen hat eigenen Wert.
Den Wert bestimmen Hersteller, Modell, Baujahr, Originalzustand und Vollständigkeit. Originale Gehäuse, Skalen, Bespannstoffe, Knöpfe und Rückwände sind wichtiger als die Funktion, denn Elektronik lässt sich restaurieren, verlorene Originalteile nicht. Bei Kameras zählen Zustand von Verschluss und Optik, bei Plattenspielern und Tonbandgeräten die Mechanik. Bitte schalten Sie alte Röhrengeräte nicht ein, bevor sie geprüft wurden: Gealterte Kondensatoren können Netzteil und Transformator zerstören. Auch ein stummes Gerät kann gesucht sein. Nachträglich eingebaute Anschlüsse und moderne Ersatzteile sprechen wir bei der Besichtigung an.
Für die erste Einschätzung genügen Fotos per WhatsApp oder über das Formular: Vorder- und Rückseite, Typenschild, Seriennummer, bei Kameras Objektivgravur und Oberseite. Danach besichtigen wir kostenlos in allen 23 Bezirken und bewerten auch große Bestände wie Sammlungen von Radios, Kameras oder Platten. Bezahlt wird bar oder per Überweisung, schwere Geräte wie Musiktruhen und Jukeboxen holen wir auf Wunsch ab. Geräte ohne Sammlerwert entsorgt auf Wunsch unsere Schwesterseite im Rahmen einer Räumung fachgerecht.
Objektgruppen
24 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Trichtergrammophone
Grammophone mit Federwerk, Schalldose und außen liegendem Trichter aus Blech oder Holz, gebaut zwischen etwa 1898 und…
Koffer- und Tischgrammophone
Tragbare und kompakte Grammophone mit Federwerk und eingebautem Schallkanal, von der Decca-Box bis zum Thorens Excelda.
Phonographen und Walzen
Walzenabspielgeräte von Edison, Pathé und Columbia mit Wachs- und Celluloidwalzen, vom späten 19. bis ins frühe 20.…
Schellackplatten
Schallplatten aus Schellack für 78 Umdrehungen, von den ersten einseitigen Aufnahmen um 1900 bis zum Ende der…
Detektorempfänger
Radioempfänger ohne Stromversorgung mit Kristalldetektor und Kopfhörer, aus der Anfangszeit des Rundfunks in den…
Röhrenradios
Rundfunkempfänger mit Elektronenröhren, von Batteriegeräten der 1920er-Jahre bis zu Drucktastenradios der 1950er-Jahre.
Koffer- und Transistorradios
Tragbare Radios mit Röhren oder Transistoren aus den 1950er- bis 1970er-Jahren, vom Kofferradio für den Ausflug bis…
Musiktruhen
Möbel mit eingebautem Radio, Plattenspieler und oft Hausbar, wie sie in den 1950er- und 1960er-Jahren in vielen…
Plattenspieler
Elektrische Plattenspieler für Schellack und Vinyl, von Studiogeräten bis zu den Laufwerken der HiFi-Zeit.
Tonbandgeräte
Spulentonbandgeräte für Studio, Reportage und Wohnzimmer, von Revox und Studer über Uher bis Nagra.
Röhrenverstärker und HiFi-Komponenten
Verstärker, Vorverstärker, Tuner und Lautsprecher aus Studio- und Heimtechnik, von Röhrengeräten der 1950er-Jahre bis…
Frühe Fernsehgeräte
Fernseher der Anfangszeit in Holzgehäusen und Designgeräte der Space-Age-Zeit, von den 1950er- bis in die 1970er-Jahre.
Jukeboxen und Musikautomaten
Münzbetriebene Plattenautomaten für Gaststätten und Tanzsäle, von Wurlitzer und Seeburg bis zu europäischen Musikboxen.
Kleinbildkameras
Kameras für 35-Millimeter-Film, von der ersten Leica 1925 über Contax und Exakta bis zur Nikon F.
Mittelformatkameras
Kameras für Rollfilm im Format 6 × 6 und 6 × 9 Zentimeter, von der Rolleiflex bis zur Hasselblad.
Platten- und Laufbodenkameras
Holz- und Metallkameras für Glasplatten und Planfilm, vom Atelierapparat des 19. Jahrhunderts bis zur Linhof Technika.
Historische Objektive
Fotografische Objektive aus Messing und Metall, vom Petzval-Porträtobjektiv bis zu Leica- und Zeiss-Optiken des 20.…
Stereokameras und Stereobetrachter
Geräte für räumliche Fotografie: Stereokameras, Stereoskope, Stereokarten, Glasstereos und Betrachtungsapparate.
Schmalfilmkameras und Projektoren
Kameras und Projektoren für 9,5-, 16-, Normal-8- und Super-8-Film, mit Schwerpunkt auf den Wiener Geräten von Eumig.
Telefone und Telegrafen
Fernsprech- und Telegrafengeräte aus Post, Bahn, Militär und Haushalt, vom Kurbeltelefon bis zum Wählscheibenapparat.
Schreibmaschinen
Typenhebel-, Typenkorb- und Zeigerschreibmaschinen vom späten 19. bis ins späte 20. Jahrhundert.
Nähmaschinen
Haushalts- und Gewerbenähmaschinen mit Hand-, Fuß- und Elektroantrieb, vom 19. bis ins mittlere 20. Jahrhundert.
Tischventilatoren und Elektrogeräte
Elektrische Haushaltsgeräte mit Designgeschichte, vom AEG-Ventilator nach Peter Behrens bis zu den Braun-Geräten der…
Frühe Computer, Taschenrechner und Spielkonsolen
Elektronische Rechner, Heimcomputer und Videospiele der 1970er- und 1980er-Jahre, von HP-35 und Apple II bis zum…
Wovon der Wert abhängt
Hersteller und Modell
Bekannte Marken und gesuchte Modelle bestimmen die Nachfrage. Typenschild und Seriennummer erlauben eine genaue Zuordnung.
Originalzustand
Originales Gehäuse, Skala, Stoffbespannung und Knöpfe zählen mehr als die Funktion. Umgebaute oder neu lackierte Geräte verlieren an Wert.
Vollständigkeit
Schalldosen, Kurbeln, Objektivdeckel, Taschen, Anleitungen und Originalkartons ergänzen das Gerät und steigern das Interesse.
Mechanik und Optik
Bei Kameras, Plattenspielern und Tonbandgeräten sind gängige Mechanik, klare Linsen und funktionierende Verschlüsse wertbestimmend.
Seltenheit
Kleinserien, Frühmodelle und Sonderausführungen sind gesuchter als die Massenware ihrer Zeit.
Design
Geräte mit Designgeschichte, etwa von Braun oder aus der Space-Age-Zeit, haben einen eigenen Sammlermarkt.
Originale erkennen
Radios, Fernseher und Verstärker tragen auf der Rückwand oder im Inneren ein Typenschild mit Hersteller, Modell und oft der Seriennummer; die Skala nennt häufig Sender und verrät so die Zeit. Österreichische Geräte zeigen Senderskalen mit Wien, Graz und Linz, frühe Geräte nach 1945 Kurzwellenbänder und noch keine UKW-Skala. Grammophone sind an der Schalldose und am Tonarm gekennzeichnet, viele mit dem Hund Nipper von His Master's Voice. Moderne Nachbauten mit Messingtrichter aus Indien tragen oft dieses Logo, aber dünnes Blech, grobe Gussteile und ein einfaches Federwerk.
Kameras und Objektive tragen Hersteller und Seriennummer auf dem Gehäuse oder dem Objektivring; Leica-Nummern lassen sich über veröffentlichte Listen einem Baujahr zuordnen. Sowjetische und spätere Nachbauten mit falschen Gravuren sind verbreitet und an abweichender Schrift, Verarbeitung und Seriennummern erkennbar. Schreib- und Nähmaschinen nennen Hersteller und Modell auf dem Gehäuse, eine Seriennummer sitzt meist am Rahmen. Bei Plattenspielern und Tonbandgeräten gehören Typenschild, Netzspannung und Zubehör zur Bestimmung.
Grammophone, Radios, Kameras & Technik in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Künstler
5
- Joseph Petzval1807–1891
- Josef Maria Eder1855–1944
- Heinrich Kühn1866–1944
- Ferdinand Porsche1875–1951
- Carl Auer von Welsbach1858–1929
Manufakturen & Marken
23
- Voigtländerseit 1756
- C. P. Goerzseit 1886
- Leitzseit 1849, Leica ab 1925
- Zeiss Ikon1926–1972 (Kamerabau)
- Ihagee1912–1970
- Franke & Heideckeseit 1920
- HasselbladKameras seit 1948
- Linhofseit 1887
- Plaubelseit 1902
- Nikonseit 1917, Kameras ab 1948
- Eumig1919–1982
- Kapschseit 1892
- Minerva Radio20. Jahrhundert
- Hornyphon20. Jahrhundert
- Philipsseit 1891
- Telefunkenseit 1903
- Grundigseit 1945
- Braun AGseit 1921
- His Master's Voiceseit 1899
- Deutsche Grammophonseit 1898
- Thorensseit 1883
- Heuerseit 1860
- Rotaxseit 1920
Epochen & Stile
6
- Art découm 1920–1940
- Streamlineum 1930–1950
- Nachkriegsmoderneum 1945–1970
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Space Ageum 1957–1975
- Shōwa-Zeit1926–1989
Materialien, Techniken & Punzen
8
Fragen zu Grammophone, Radios, Kameras & Technik
Darf ich ein altes Röhrenradio zum Testen einschalten?
Bitte nicht. Kondensatoren altern und können beim Einschalten Netzteil und Transformator zerstören, im schlimmsten Fall entsteht ein Brand. Für die Bewertung brauchen wir das Gerät nicht in Betrieb; der Originalzustand ist wichtiger als die Funktion.
Mein Grammophon hat einen großen Messingtrichter – ist es alt?
Nicht unbedingt. Viele Grammophone mit Messingtrichter sind Nachbauten aus Indien, die seit den 1990er-Jahren als Dekoration verkauft werden. Echte Trichtergrammophone zeigen gealterte Holzgehäuse, solide Federwerke und Schalldosen mit Herstellerprägung.
Kaufen Sie Schellackplatten?
Ja, vor allem Sammlungen mit Oper, Operette, Wienerlied, Jazz und Tanzmusik in gutem Zustand. Gebrochene und stark abgespielte Platten haben meist keinen Wert. Originale Hüllen und Alben bewerten wir mit.
Haben alte Kameras noch Wert?
Das hängt stark von Marke und Modell ab. Leica, Contax, Rolleiflex, Hasselblad und gute Objektive sind gesucht, viele einfache Sucher- und Kompaktkameras dagegen kaum. Fotos von Gehäuse, Seriennummer und Objektiv reichen für eine erste Einschätzung.
Kaufen Sie HiFi-Anlagen aus den 1970er-Jahren?
Ja, insbesondere Verstärker, Plattenspieler, Tonbandgeräte und Lautsprecher bekannter Hersteller in gutem Zustand. Anleitungen, Originalkartons und Fernbedienungen erhöhen das Interesse. Massenware aus Kompaktanlagen hat meist geringen Wert.
Was ist mit alten Fernsehern und Computern?
Frühe Fernsehgeräte der 1950er-Jahre, Designmodelle der Space-Age-Zeit und frühe Heimcomputer und Spielkonsolen in gutem Zustand sind gefragt. Gewöhnliche Röhrenfernseher späterer Jahrzehnte haben dagegen keinen Sammlerwert.
Wie fotografiere ich eine Kamera für die Einschätzung?
Von vorn mit Objektiv, von oben mit Seriennummer und Bedienelementen, dazu die Gravur am Objektivring und die Rückseite geöffnet. Taschen, Deckel und Zubehör bitte mitfotografieren.
Holen Sie schwere Geräte wie Musiktruhen ab?
Ja, Musiktruhen, Jukeboxen und große Röhrenverstärker holen wir auf Wunsch ab. Den Transport organisieren wir bei der Besichtigung.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular