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Künstler: Pop & erzählende Malerei

Gottfried Helnwein

Maler, Fotograf, Aktionskünstler, geb. 1948, Wien – Deutschland – Irland – Los Angeles

Wiener Hyperrealist der verletzten Kinder; Hausner-Schüler, Aquarelle der 1970er Jahre, Plattencover und großformatige Installationen.

Geboren 1948 in Wien, studierte Gottfried Helnwein an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Rudolf Hausner. In den 1970er Jahren erregte er mit hyperrealistischen Aquarellen bandagierter, verletzter Kinder Aufsehen; das Blatt „Lebensunwertes Leben“ (1979) bezog sich auf einen NS-Euthanasiearzt und löste eine öffentliche Debatte aus. Später lebte er in Deutschland, ab 1997 in Irland und Los Angeles. Er stellt international aus, unter anderem zeigte die Albertina eine Retrospektive.

Helnwein arbeitet in Aquarell, Öl und Acryl, mit Fotografie, Inszenierung und großformatigen Installationen im öffentlichen Raum. Wiederkehrend sind Kinder als Opfer, Comicfiguren wie Donald Duck und Mickey Mouse sowie Selbstbildnisse mit bandagiertem Kopf. Ein solches Selbstporträt wurde 1982 Cover des Albums „Blackout“ der Scorpions. 1988 stellte er in Köln die Installation „Selektion – Neunter November Nacht“ zum Gedenken an die Pogromnacht auf. Er fotografierte zudem zahlreiche Prominente.

Auf dem Markt erscheinen Originale, signierte Fotografien, Offsetdrucke und Plakate. Wegen der Menge handsignierter Poster ist zwischen Kunstdruck, nummerierter Edition und Unikat zu unterscheiden; Aquarelle zeigen unter der Lupe feinste Pinselstriche statt Raster. Fotografien tragen Signatur und Auflage meist rückseitig oder auf dem Rand. Herkunft, Galerierechnungen und Kataloge sind bei Originalen unverzichtbar.

Epochen & Stile

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