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Gemälde & Ölbilder im 2. Bezirk, 1020 Wien

Pratermotive und Ölbilder aus der Leopoldstadt

Waldmüller und Tina Blau malten im Prater; in den Zinshäusern an Praterstraße und Taborstraße hängen Landschaften, Porträts und Genrebilder aus mehreren Generationen.

Gründerzeit-Zinshäuser bilden den Altbaubestand: an Taborstraße, Praterstraße und Unterer Augartenstraße großbürgerliche Wohnungen zur Straße, dahinter Zimmer-Küche-Kabinett. In den großen Wohnungen hingen Familienporträts und Salonbilder, in den kleineren eher Heiligenbilder, Almszenen und Kopien nach bekannten Vorlagen. Viele Altmieter im Karmeliterviertel und im Volkertviertel leben seit Jahrzehnten unter derselben Adresse; Dachböden und Kellerabteile bewahren abgehängte Bilder samt Rahmen. In den Neubauten des Nordbahnviertels und im Viertel Zwei ist der Bestand deutlich jünger.

Der Prater war Motiv, lange bevor das Riesenrad stand. Schon um 1830 hielt Ferdinand Georg Waldmüller Landschaften aus den Praterauen fest, Tina Blaus „Frühling im Prater“ von 1882 gilt als Schlüsselbild des Stimmungsimpressionismus. Hauptallee und Lusthaus blieben bis ins 20. Jahrhundert beliebte Sujets, auch für Sonntagsmaler. Die Rennbahnen in Krieau und Freudenau machten Pferde- und Kutschenbilder zum lokalen Thema. Ein Praterbild aus Familienbesitz ist deshalb nicht automatisch ein Werk der bekannten Namen – Signatur, Malweise und Leinwand entscheiden.

Altbauwohnungen an der Praterstraße liegen häufig im dritten oder vierten Geschoß, einen Lift gibt es selten. Mittlere Formate tragen wir gerahmt hinunter, große nehmen wir aus dem Rahmen, wenn das Stiegenhaus zu eng ist. Bilder vom Dachboden zeigen häufig Feuchtigkeitsflecken oder Risse; fotografieren Sie diese mit, ebenso Signatur und Rückseite. Bei Porträts und Bildern aus Familien, die vor 1938 im Bezirk lebten und vertrieben wurden, prüfen wir zuerst die Herkunft und legen erst dann ein Angebot.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Pratermotive in Öl – Hauptallee, Lusthaus und Auen als Lieblingssujet Wiener Landschaftsmaler.
  • Pferde- und Rennbilder – Trabrennbahn Krieau und Galopprennbahn Freudenau im Bezirk.
  • Familienporträts der Gründerzeit – großbürgerliche Wohnungen an Praterstraße und Taborstraße.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

317

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

13

Fragen zu Gemälde & Ölbilder

Was bedeutet das Messingschild am Rahmen?

Messingschilder wurden oft von Händlern oder Besitzern angebracht und nennen nicht immer den richtigen Maler. Sie sind ein Hinweis, aber kein Beleg; Signatur und Malweise zählen mehr.

Kann ich mehrere Bilder auf einmal anbieten?

Ja. Bei Wohnungsauflösungen und Verlassenschaften werden alle Bilder in einem Termin gesichtet, das Angebot kann einzelne Stücke oder den gesamten Bestand umfassen. Die Räumung der übrigen Wohnung übernimmt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Sind Bilder ohne Rahmen weniger wert?

Nicht grundsätzlich. Ein passender Rahmen kann den Gesamtwert erhöhen, entscheidend ist aber die Malerei. Lose Leinwände sollten flach oder gerollt gelagert werden, nie gefaltet.

Wie alt muss ein Bild sein, damit es interessant ist?

Ein Mindestalter gibt es nicht. Ölbilder des 20. Jahrhunderts von bekannten oder gut ausgebildeten Malern sind ebenso gefragt wie ältere Werke. Ausschlaggebend sind Qualität, Motiv und Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.