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Künstler: Historismus

Anton Romako

Maler, 1832–1889, Atzgersdorf – Rom – Wien

Wiener Maler psychologisch eindringlicher Bildnisse, Außenseiter der Makartzeit und Wegbereiter der Moderne.

Anton Romako wurde 1832 in Atzgersdorf geboren, heute Teil des 23. Bezirks, und studierte an der Wiener Akademie, in München und Venedig. Von 1857 bis 1876 lebte er in Rom, wo er mit Genreszenen für Reisende Erfolg hatte. Nach der Rückkehr nach Wien fand er wenig Anerkennung im Kunstbetrieb der Makartzeit. Er starb 1889 in Wien. Oskar Kokoschka und andere Maler der Moderne beriefen sich später auf ihn.

In Rom malte Romako italienische Volksszenen, Kinder, Bauern und Landschaften. In Wien entstanden Bildnisse von nervöser Intensität, mit verzerrten Proportionen, gespannten Händen und scharfem Blick, etwa jenes von Isabella Reisser. Sein Bild „Tegetthoff in der Seeschlacht bei Lissa“ zeigt die Kommandobrücke als Moment der Anspannung, nicht als Siegespose. Er arbeitete in Öl auf Leinwand und Holz; die Pinselschrift ist nervös, die Farben sind oft kühl und ungewöhnlich kombiniert.

Romako signierte mit „A. Romako“ oder Monogramm. Die Spanne zwischen gefälligen römischen Genrebildern und den späten Bildnissen ist groß, was Zuschreibungen erschwert. Kopien und Fälschungen sind vor allem bei den gesuchten Bildnissen zu bedenken. Vergleiche mit Werken im Belvedere und im Wien Museum, Leinwand und Malschicht sind die Grundlage der Prüfung.

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