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Künstler: Stimmungsimpressionismus

Olga Wisinger-Florian

Malerin, 1844–1926, Wien – Grafenegg

Wiener Pianistin, die zur Malerei wechselte und als Schindler-Schülerin Blumenfelder, Gärten und Landschaften malte.

Olga Wisinger-Florian wurde 1844 in Wien geboren und begann eine Laufbahn als Konzertpianistin, die sie wegen eines Handleidens aufgab. Ab den 1870er-Jahren nahm sie Malunterricht, unter anderem bei August Schaeffer, und wurde in den 1880er-Jahren Schülerin von Emil Jakob Schindler. Sie war in Künstlerinnenvereinigungen aktiv und stellte international aus. Sie starb 1926 in Grafenegg. Ihr Werk entstand vorwiegend zwischen 1880 und 1920.

Wisinger-Florian malte Blumenwiesen, Mohnfelder, Obstgärten, Bauerngärten, Alleen und Landschaften aus Niederösterreich, oft mit kräftigen Rot-, Gelb- und Grüntönen. Ihre späten Bilder sind leuchtender und freier im Pinselstrich als die ihrer Lehrer und nähern sich dem Expressiven. Daneben entstanden Blumenstillleben und Ansichten von Reisen. Sie arbeitete in Öl auf Leinwand und Karton, oft in großen Formaten mit pastosem Auftrag und satten Blütenfarben.

Sie signierte mit „O. Wisinger-Florian“ oder „O. Wisinger“, häufig mit Jahreszahl. Im Wiener Handel erscheinen ihre Blumen- und Gartenbilder regelmäßig, in kleinen bis großen Formaten. Die Abgrenzung zu Marie Egner und anderen Schindler-Schülerinnen erfolgt über Signatur und Farbbehandlung. Ölstudien auf Karton sind empfindlich gegen Feuchtigkeit. Ausstellungsetiketten geben weitere Hinweise zur Datierung.

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