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Material: Hölzer & Möbelbau

Ölvergoldung

Vergoldung mit Blattgold auf einem Anlegeöl, matt und wetterbeständig, für Außenvergoldungen, Schnitzwerk und Rahmen.

Statt Poliment trägt der Vergolder bei dieser Technik ein Anlegeöl auf, die Mixtion. Wenn das Öl fast trocken ist, legt der Vergolder das Blattgold auf, das am klebrigen Film haftet. Die Vergoldung lässt sich nicht polieren und bleibt matt, ist aber unempfindlich gegen Wasser. Deshalb dient sie für Außenvergoldungen an Kuppeln, Gittern, Wetterfahnen und Grabkreuzen, im Innenraum für Schnitzwerk, Rahmenteile und Möbel, die keine Hochglanzflächen brauchen.

Ölvergoldung wirkt gleichmäßig matt bis seidig, ohne die spiegelnden Partien der Polimentvergoldung. An Abriebstellen erscheint kein rotes Poliment, sondern der Grund oder eine gelbliche Ölschicht. Wasser hinterlässt keine Flecken. Häufig wurde statt Gold Schlagmetall verwendet, eine Messingfolie, die mit der Zeit dunkel und fleckig wird. Echtes Blattgold bleibt dagegen auch nach Jahrzehnten gleichmäßig goldfarben. Blattränder und Überlappungen bleiben unter der Lupe sichtbar.

Für die Bewertung zählen das verwendete Metall, echtes Gold oder Schlagmetall, und der Erhaltungszustand der Oberfläche. Ölvergoldete Rahmen und Möbel liegen meist unter polimentvergoldeten Stücken gleicher Qualität. Neu vergoldete Teile verraten sich durch zu frischen Glanz und fehlende Alterungsspuren. Bei Außenteilen wie Wetterfahnen und Gittern gehören Witterungsspuren zum Erscheinungsbild.

So prüfen Sie es

  • gleichmäßig matte Goldoberfläche
  • keine polierten Glanzstellen
  • kein Poliment an Abriebstellen
  • Wasserbeständigkeit
  • Schlagmetall dunkelt nach

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.