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Künstler: Informel & Abstraktion

Christa Hauer

Malerin, Galeristin, 1925–2013, Wien – Chicago – Lengenfeld

Wiener Malerin des Informel und der Farbfeldmalerei; führte 1960–1971 mit Johann Fruhmann die Galerie im Griechenbeisl.

Die 1925 in Wien als Tochter des Malers Leopold Hauer geborene Christa Hauer besuchte 1939–1941 die Kunstgewerbeschule bei Hermann Hauschka und studierte bis 1947 an der Akademie der bildenden Künste Wien, unter anderem bei Herbert Dimmel und Fritz Wotruba. 1953–1960 lebte sie überwiegend in den USA, vor allem in Chicago. 1957 heiratete sie Johann Fruhmann, mit dem sie die Galerie im Griechenbeisl führte und um 1972 Schloss Lengenfeld erwarb. Sie starb 2013 in St. Pölten.

Die frühen Arbeiten sind figurativ und stehen dem Vater nahe: Landschaften, Porträts, Aktzeichnungen. Ab etwa 1960 malte Hauer abstrakt, mit Anregungen aus Action Painting, Farbfeldmalerei und Informel, die sie in den USA kennengelernt hatte. Später traten kosmische Formen und Naturbezüge in den Vordergrund. Die Galerie im Griechenbeisl, im Haus ihrer Familie am Fleischmarkt, zeigte 1960–1971 junge österreichische und internationale Kunst.

Arbeiten sind meist signiert und datiert, Leinwände rückseitig beschriftet. Wegen des gemeinsamen Haushalts mit Fruhmann stammen viele Werke beider aus demselben Nachlass; Zuordnung und Händigkeit sind sorgfältig zu prüfen. Etiketten der Galerie im Griechenbeisl und Lengenfelder Ausstellungsnachweise stützen die Herkunft. Großformate mit dünnem Farbauftrag zeigen Lichtschäden und Abrieb deutlich. Arbeiten auf Papier erscheinen häufiger als großformatige Leinwände.

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