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Künstler: Phantastischer Realismus

Fritz Janschka

Maler, Grafiker, 1919–2016, Wien – Bryn Mawr (Pennsylvania)

Gütersloh-Schüler und Mitbegründer der surrealistischen Gruppe im Art Club; ab 1949 in den USA, bekannt für seinen Zyklus zu James Joyces „Ulysses“.

Der 1919 in Wien geborene Fritz Janschka studierte nach dem Krieg an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh. Mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Edgar Jené bildete er im Art Club eine surrealistische Gruppe, aus der die Wiener Schule des Phantastischen Realismus hervorging. 1949 wanderte er in die USA aus und lehrte über Jahrzehnte am Bryn Mawr College in Pennsylvania. Er starb 2016 in Bryn Mawr.

Janschkas Hauptthema ist die Literatur, vor allem James Joyce: Über Jahrzehnte schuf er Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen und Gemälde zu „Ulysses“, die Figuren, Wortspiele und Buchstaben des Romans in Bilder übertragen. Seine Bildsprache verbindet surrealistische Verwandlungen mit humorvoller, fast karikaturistischer Zeichnung. Er arbeitete in Öl, Aquarell, Tusche, Collage und Druckgrafik. Ausstellungen in Österreich holten ihn ab den 1970er Jahren wieder ins Bewusstsein der Wiener Kunstszene.

Arbeiten stammen häufig aus amerikanischem Besitz oder aus Wiener Galerien, die ihn später vertraten. Blätter sind meist signiert und datiert, Joyce-Arbeiten oft mit Zitaten oder Kapitelangaben versehen. Radierungen tragen Bleistiftsignatur und Auflagennummer am unteren Rand. Bei Aquarellen und Tuschen sind Lichtschäden und Vergilbung des Papiers zu prüfen. Die frühen Wiener Arbeiten aus der Art-Club-Zeit sind selten und gesucht.

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