Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

5. Bezirk, 1050 Wien

Antiquitäten verkaufen in Margareten

Dicht bebautes Gründerzeitviertel zwischen Wienzeile und Gürtel, bekannt für die Gemeindebauten am Margaretengürtel, die „Ringstraße des Proletariats“.

Margareten liegt zwischen Rechter Wienzeile im Norden, Wiedner Hauptstraße im Osten und Margaretengürtel im Süden. Auf rund 2 km² leben über 50.000 Menschen; der Bezirk gehört damit zu den am dichtesten besiedelten Wiens. Reinprechtsdorfer Straße, Margaretenstraße und Schönbrunner Straße sind die Geschäftsachsen, Margaretenplatz, Bacherplatz, Siebenbrunnenplatz und Einsiedlerplatz die Grätzlmittelpunkte. Die Rechte Wienzeile trennt Margareten von Mariahilf, der Gürtel von Meidling.

Kunstgeschichtlich bedeutend ist der Bezirk vor allem für den kommunalen Wohnbau der Zwischenkriegszeit: Am Margaretengürtel reihen sich Metzleinstaler Hof, Reumannhof, Matteottihof und Franz-Domes-Hof aneinander. Diese Bauten zeigen, wie das Rote Wien Architektur, Bauplastik und Mosaik in den Alltag brachte; Margarete Schütte-Lihotzky, die Architektin der Frankfurter Küche, wurde 1897 in Margareten geboren. Hubert Gessner, Heinrich Schmid und Hermann Aichinger, die diese Anlagen planten, waren Schüler Otto Wagners.

Haushalte im Bezirk bewahren oft Hausrat des Arbeiter- und Angestelltenmilieus über drei Generationen: Uhren, Schmuck, Gebrauchsporzellan, Radios, Fotoapparate, Möbel der 1950er-Jahre. Mit dem Flohmarkt am Naschmarkt an der Bezirksgrenze hat Margareten zudem einen direkten Bezug zum Wiener Trödelhandel. Typisch sind außerdem Werkstattreste in Hinterhöfen: Werkzeug, Musterbücher und Kleinmaschinen aus Tischlereien, Schlossereien und Druckereien, die bis in die Nachkriegszeit in den Gründerzeithäusern arbeiteten.

Geschichte

Der Bezirk entstand aus den Vorstädten Margareten, Matzleinsdorf, Nikolsdorf, Hundsturm, Laurenzergrund und Reinprechtsdorf. Namensgebend war ein Gutshof mit einer Kapelle der heiligen Margareta, aus dem das spätere Schloss Margareten hervorging. 1850 wurden die Vorstädte als Teil der Wieden eingemeindet; 1861 trennte man Margareten als eigenen 5. Bezirk ab.

Im 19. Jahrhundert prägten Gewerbe und Kleinindustrie den Bezirk: Werkstätten in Hinterhöfen, Gerber und Färber am Wienfluss, Brauereien und Wäschereien. Mit der Gründerzeit wurde nahezu jede Parzelle mit vier- bis fünfgeschoßigen Zinshäusern verbaut. Nach 1919 errichtete die Gemeinde auf den letzten großen Freiflächen am Gürtel ihre Wohnhausanlagen; der Metzleinstaler Hof gilt als einer der ersten Gemeindebauten des Roten Wien. 1907/08 entstand in der Siebenbrunnengasse eine Synagoge, die im November 1938 zerstört wurde; das Filmcasino in der Margaretenstraße eröffnete 1911 als eines der frühen Wiener Kinos.

1945–1955 gehörte Margareten zum britischen Sektor. Bombenlücken wurden in den 1950er- und 1960er-Jahren mit Gemeinde- und Genossenschaftsbauten geschlossen. Heute wandelt sich der Bezirk durch Dachbodenausbauten und Sanierungen; die alte Gewerbestruktur in den Höfen ist großteils verschwunden.

Baubestand

Älteste Schichten sind die Pfarrkirche St. Josef zu Margareten aus dem 18. Jahrhundert und die Häuser um den Margaretenplatz, wo Reste des Schlossbezirks im sogenannten Schlossquadrat erhalten sind. Biedermeierliche Vorstadthäuser mit zwei bis drei Geschoßen stehen vereinzelt zwischen den Gründerzeitbauten. Den Jugendstil vertritt der Rüdigerhof an der Hamburgerstraße, den Oskar Marmorek 1902 mit Balkonen, Erkern und Dachaufbauten über dem Wienfluss errichtete.

Den Gürtel säumen die Gemeindebauten der 1920er-Jahre: der Metzleinstaler Hof (Robert Kalesa ab 1919, Erweiterung durch Hubert Gessner 1923–1925), der Reumannhof von Hubert Gessner (1924–1926) mit monumentalem Mittelbau, der Matteottihof und der Julius-Popp-Hof von Heinrich Schmid und Hermann Aichinger sowie der Franz-Domes-Hof von Peter Behrens (1928–1930). Nachkriegsbauten der 1950er-Jahre mit Sgraffiti und Mosaiken zum Wiederaufbau füllen Baulücken im ganzen Bezirk.

Wohnungen, Häuser, Verlassenschaften

Typisch sind kleine bis mittlere Altbauwohnungen in Gründerzeithäusern, ursprünglich oft Zimmer-Küche mit Gangtoilette, heute vielfach zusammengelegt, dazu ein hoher Anteil an Gemeindewohnungen aus den 1920er- und 1950er-Jahren. Viele Mieter wohnen seit Jahrzehnten am selben Ort, der Hausrat ist entsprechend gewachsen.

In Verlassenschaften finden sich häufig Kredenzen, Kästen und Sitzgarnituren der 1950er- und 1960er-Jahre, darunter SW-Möbel der Aktion Soziale Wohnkultur, Gebrauchsporzellan, Pressglas, Taschenuhren, Ehe- und Gedenkringe aus Gold, Münzen, Fotoapparate und Radios. Kellerabteile in den Gemeindebauten enthalten oft Werkzeug und Spielzeug.

Museen und Sammlungen

Bezirksmuseum Margareten
Lokalgeschichte mit Vorstädten, Gewerbe und Gemeindebau.
Margarete Schütte-Lihotzky Zentrum
Die von der Architektin selbst eingerichtete letzte Wohnung in der Franzensgasse.
Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum
Wirtschafts- und Sozialstatistik in der Tradition der Bildstatistik Otto Neuraths, Vogelsanggasse 36.

Kunst- und Altwarenhandel

  • Flohmarkt am Naschmarkt bei der Kettenbrückengasse, jeden Samstag, unmittelbar an der Bezirksgrenze; Händler aus ganz Wien bieten Möbel, Porzellan, Bücher und Hausrat an.

Orte

Reumannhof, Metzleinstaler Hof, Matteottihof, Franz-Domes-Hof, Julius-Popp-Hof, Rüdigerhof, Margaretenplatz mit Schlossquadrat, Pfarrkirche St. Josef zu Margareten, Bacherplatz, Siebenbrunnenplatz, Einsiedlerpark, Reinprechtsdorfer Straße, Margaretengürtel, Rechte Wienzeile mit Blick auf den Naschmarkt, Siebenbrunnen am Siebenbrunnenplatz, Margaretenhof am Margaretenplatz, Filmcasino in der Margaretenstraße

Vollständiges Register für Margareten

Jeder Künstler, jede Manufaktur, jede Epoche, jedes Material und jede Teppichprovenienz, die wir ankaufen. Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 5. Bezirk.

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Räumung in Margareten

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Entrümpelung Margareten auf entruempelung-danube.at

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