Künstler: Neue Sachlichkeit
Herbert Ploberger
Maler, Grafiker, Bühnen- und Kostümbildner, 1902–1977, Wels – Wien – Berlin – München
Maler der Neuen Sachlichkeit aus Wels; Illustrator für den „Querschnitt“, dann Kostüm- und Filmausstatter in Berlin, Wien und München.
Herbert Ploberger wurde 1902 in Wels geboren und studierte ab 1921 an der Wiener Kunstgewerbeschule, unter anderem bei Franz Cizek und Adolf Böhm. 1925 studierte er in Paris, 1927 zog er nach Berlin und zeichnete für die Zeitschrift „Der Querschnitt“. 1930 arbeitete er mit Max Reinhardt, 1933 an den Faust-Inszenierungen der Salzburger Festspiele. Von 1934 bis 1944 war er in der Filmindustrie tätig, unter anderem für die Ufa. Ab 1951 arbeitete er in München für den Film; er starb dort 1977.
Plobergers Gemälde der späten 1920er Jahre gehören zur Neuen Sachlichkeit: Stillleben mit präzise gemalten Gegenständen, Bildnisse und Selbstbildnisse in glatter, kühler Malweise, oft mit ironischem Unterton. Als Grafiker zeichnete er Illustrationen für Zeitschriften. Nach 1945 war er Bühnenbildner am Landestheater Linz und am Theater in der Josefstadt. Für Filme wie „Savoy-Hotel 217“ (1936) und „Kora Terry“ (1940) entwarf er Kostüme und Ausstattung.
Plobergers Gemälde der Neuen Sachlichkeit sind selten und gesucht; Zeichnungen, Illustrationen und Kostümentwürfe sind häufiger. Entwürfe für Film und Bühne tragen oft Produktionstitel, Rollennamen oder Szenenangaben. Drucke aus dem „Querschnitt“ sind von Originalzeichnungen zu trennen. Vergleichsbestände besitzen oberösterreichische Sammlungen und das Belvedere. Bei Ölbildern sind Craquelé und Retuschen zu prüfen, da die glatte Malweise Schäden sichtbar macht.
Epochen & Stile
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