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Künstler: Secession

Maximilian Lenz

Maler, Grafiker, 1860–1948, Wien

Gründungsmitglied der Secession und Reisegefährte Klimts nach Ravenna 1903; „Eine Welt“ (1899) und „Die Sirk-Ecke“ (1900) sind seine bekanntesten Bilder.

Maximilian Lenz besuchte 1874–1877 die Kunstgewerbeschule, wo er mit Gustav Klimt und Franz Matsch in Ferdinand Laufbergers Vorbereitungsklasse saß, und studierte dann an der Akademie. Ein Stipendium führte ihn 1886 für zwei Jahre nach Rom, Anfang der 1890er Jahre reiste er mit dem Stecher Ferdinand Schirnböck nach Buenos Aires, um Banknoten zu entwerfen. 1897 gründete er die Secession mit; für die Beethoven-Ausstellung 1902 schuf er getriebene Messingplatten. Ende 1903 reiste er mit Klimt nach Ravenna. Lenz starb 1948 in Wien.

Lenz' Malerei wurzelt im Symbolismus: „Eine Welt“ (1899, Szépművészeti Múzeum Budapest) und „Frühling“ (1904, Cardiff) zeigen allegorische Figuren, „Die Sirk-Ecke“ (1900, Wien Museum) das Flanieren an der Ringstraße. Das Deckenbild „Justitia“ im Justizpalast verbrannte 1927. Er arbeitete auch in Druckgrafik, Mosaik, Mörtelschnitt und Treibarbeit, illustrierte Ver Sacrum, entwarf Wandtafeln für die Staatsdruckerei und im Ersten Weltkrieg Kriegsanleihe-Plakate. Nach 1905 gehörte er zum naturalistischen Flügel der Secession.

Werke von Lenz kommen selten in den Handel; nach dem frühen Tod seiner Frau Ida Kupelwieser 1926 schuf er kaum noch eigenständige Arbeiten. Für Zuschreibungen sind Secessionskataloge und Etiketten auf Rückwänden die wichtigsten Quellen. „Die Sirk-Ecke“ ist als Kunstdruck verbreitet; solche Drucke tragen keinen Farbauftrag und zeigen Rasterpunkte. Schulwandtafeln der Staatsdruckerei und Kriegsanleihe-Plakate sind gedruckte Werkgruppen mit eigenem Sammlerkreis.

Epochen & Stile

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