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Künstler: Expressionismus

Jean Egger

Maler, 1897–1934, Hüttenberg – Paris – Klagenfurt

Kärntner Maler, eigentlich Hans Egger; Porträtist in Paris, Begegnung mit Munch, späte nahezu abstrakte Aquarelle aus Mallorca.

Jean Egger wurde 1897 als Hans Egger in Hüttenberg in Kärnten geboren und signierte ab 1924 als Jean. Er studierte ab 1916 an der Münchner Akademie, nach dem Kriegsdienst 1918–1922 bei Carl Johann Becker-Gundahl. 1923–1925 reiste er nach Norwegen, wo er Edvard Munch traf, nach Berlin und in die Niederlande, 1924 nach Rom und Sizilien. Um 1924 ließ er sich in Paris nieder. Lungenkrank verbrachte er ab 1932 seine letzten Jahre in Pollença auf Mallorca und starb im Oktober 1934 in Klagenfurt.

In Paris arbeitete Egger als Porträtist in gehobenen Kreisen, etwa um Sophie Szeps-Clemenceau, stellte ab 1926 im Salon des Tuileries aus und hatte 1930 seine einzige Pariser Einzelausstellung in der Galerie Sloden. Die Landschaften aus Sizilien markieren den Übergang vom Spätimpressionismus zu einer gestischen Malweise, in der sich die Farbe vom Gegenstand löst. Späte Arbeiten nutzen Nass-in-Nass-Malerei und gekratzte Oberflächen; die Aquarelle aus Mallorca sind nahezu abstrakt.

Eggers Gemälde sind selten und stammen meist aus Kärntner Privatbesitz; Bildnisse von Signe Wallin, seiner Partnerin und Modell, kommen auch aus skandinavischem Besitz. Die pastose Farbschicht neigt zu Rissen und Ausbrüchen. Für die Zuordnung helfen Vergleich mit Werken im Leopold Museum, im Lentos und im Museum Moderner Kunst Kärnten sowie die Signaturform, die ab 1924 „Jean“ lautet.

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