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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Zao Wou-Ki

Maler, Grafiker, 1920–2013, Peking – Hangzhou – Paris – Nyon

Chinesisch-französischer Maler der lyrischen Abstraktion; Titel als Datum, Signatur in chinesischen Zeichen und „ZAO“, Lithografien und Tuschen.

Zao Wou-Ki, 1920 in Peking geboren, studierte an der Kunstschule in Hangzhou und ging 1948 nach Paris, wo er bis an sein Lebensende arbeitete. Angeregt von Paul Klee fand er in den 1950er Jahren zu einer eigenen Abstraktion, die chinesische Tuschtradition und westliche Ölmalerei verbindet. 1964 wurde er französischer Staatsbürger, 2002 Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Er starb 2013 in Nyon in der Schweiz. Die Fondation Zao Wou-Ki betreut sein Werk.

Zaos Bilder zeigen weite, bewegte Farbräume aus Lasuren, Schlieren und Licht, die an Landschaft, Wasser und Himmel erinnern, ohne sie abzubilden. Ab den späten 1950er Jahren benannte er Gemälde meist nur nach dem Datum der Fertigstellung, etwa „10.03.70“. In den 1970er Jahren kehrte er zur Tuschmalerei zurück. Die Druckgrafik umfasst Lithografien und Radierungen, viele bei Pariser Werkstätten gedruckt, sowie Illustrationen zu Büchern von Dichtern wie Henri Michaux.

Zao signierte mit den chinesischen Schriftzeichen seines Namens und mit „ZAO“ in lateinischen Buchstaben. Das Werkverzeichnis von Françoise Marquet und Yann Hendgen und die Fondation Zao Wou-Ki sind Referenzen; Fälschungen kommen vor allem im asiatischen Markt vor. Seine Lithografien tragen Bleistiftsignatur und Auflagennummer, Probedrucke den Vermerk „E. A.“. Tuschen auf Papier sind lichtempfindlich und gehören hinter UV-Schutzglas.

Epochen & Stile

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