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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Józef Brandt

Maler, 1841–1915, Szczebrzeszyn – München – Radom

Polnischer Maler in München, bekannt für Reiterszenen mit Kosaken, Tataren und polnischen Edelleuten des 17. Jahrhunderts.

Józef Brandt wurde 1841 in Szczebrzeszyn geboren, studierte zunächst Ingenieurwesen in Paris und dann Malerei in München, wo er sich niederließ. Er wurde Mittelpunkt einer polnischen Malerkolonie in München und führte ein eigenes Atelier, in dem zahlreiche polnische Maler lernten. Er starb 1915 in Radom. Alfred von Wierusz-Kowalski gehörte zu seinem Umfeld. Die Sommer verbrachte er häufig auf dem Gut Orońsko bei Radom.

Brandt malte Reiterszenen aus der polnischen Geschichte des 17. Jahrhunderts: Kosaken, Tataren, Husaren und Edelleute in Gefechten, auf dem Marsch, bei Jagd und Rast, dazu Pferdemärkte und Steppenlandschaften. Die Bilder sind bewegt, die Pferde präzise gezeichnet, die Farben kräftig. Er sammelte Waffen und Kostüme als Vorlagen. Er malte in Öl auf Leinwand und Holz, mit lockerem Pinsel, Staub, Schnee und Bewegung in der Steppe.

Brandt signierte mit „Józef Brandt“ und oft mit „München“ und Jahreszahl. Seine Bilder sind am polnischen Markt gesucht, Fälschungen und Werke von Schülern mit nachträglicher Signatur kommen vor. Originale tauchen in Wien nur vereinzelt auf. Leinwandstempel Münchner Händler und Provenienz helfen bei der Einordnung. Leinwandstempel und Ausstellungsnachweise ergänzen die Prüfung. Gutachten polnischer Fachleute sind üblich.

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