Material: Keramik & Porzellan
Craquelé
Feines Rissnetz in der Glasur, gewollt als Dekor oder entstanden durch Alterung, bekannt von chinesischer Keramik und Art-déco-Vasen.
Craquelé entsteht, wenn sich Glasur und Scherben beim Abkühlen unterschiedlich stark zusammenziehen und die Glasur in ein Netz feiner Risse aufbricht. In China nutzten Töpfer den Effekt bereits in der Song-Zeit gezielt, etwa bei der Ge-Ware, und färbten die Risse ein. Im 19. und 20. Jahrhundert setzten europäische Manufakturen Craquelé als Dekor ein, besonders bei Vasen des Art déco. Bei Steingut entsteht ein ähnliches Netz oft ungewollt durch Alterung und Temperaturwechsel.
Gewolltes Craquelé ist gleichmäßig über die Fläche verteilt und oft eingefärbt. Alterscraquelé bei Steingut verläuft unregelmäßig, dunkelt durch eingedrungene Feuchtigkeit und Schmutz nach und tritt an beanspruchten Stellen verstärkt auf. Bei Porzellan ist Craquelé selten und deutet auf besondere Glasuren oder Fehler. Die Risse liegen nur in der Glasur und sind mit dem Fingernagel nicht fühlbar. In der Malerei heißt das Rissnetz alter Gemälde Krakelüre.
Absichtliches Craquelé gehört zum Dekor und mindert den Wert nicht. Alterscraquelé bei Geschirr gilt als Gebrauchsspur; stark verfärbte Netze mindern den Wert. Chinesische Craquelé-Ware wird häufig nachgeahmt; Form, Fuß und Glasurqualität entscheiden über die Zuordnung. Beim Gemälde gehört die Krakelüre zum Alterungsbild und hilft bei der Echtheitsprüfung; künstlich erzeugte Krakelüren wirken gleichmäßig.
So prüfen Sie es
- feines Rissnetz in der Glasur
- gleichmäßige Verteilung bei Dekor
- eingefärbte Risse
- dunkle, unregelmäßige Risse bei Alterung
- Risse nicht fühlbar
Craquelé verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular