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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Giselbert Hoke

Maler, Grafiker, 1927–2015, Warnsdorf – Klagenfurt – Graz

Kärntner Maler der umstrittenen Fresken im Klagenfurter Hauptbahnhof (1956); Lithografien, Glasfenster, Tapisserien und Aquarelle.

Giselbert Hoke, 1927 in Warnsdorf in Böhmen geboren, maturierte 1946 in Klagenfurt und studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl. 1950 gewann er den Wettbewerb für die Fresken in der Halle des neuen Klagenfurter Hauptbahnhofs. 1974 wurde er Professor an der Architekturfakultät der Technischen Universität Graz und gründete im Stift Rein ein Institut für künstlerische Gestaltung. Er starb 2015 in Klagenfurt.

Die Bahnhofsfresken, je etwa 22 mal 5 Meter, zeigen die „Wand der Kläger“ und die „Wand der Angeklagten“ in einer an Picasso geschulten Formensprache. Nach ihrer Fertigstellung 1956 forderten Teile der Bevölkerung die Zerstörung; heute stehen sie unter Denkmalschutz. Hoke arbeitete außerdem in Aquarell und Gouache, Lithografie, Glasmalerei, Email, Tapisserie und auf großen Holztafeln. Lithografien zählen zu seinen Hauptarbeitsfeldern. Er entwarf zudem Glasfenster für Kirchen.

Lithografien sind meist mit Bleistift signiert und nummeriert; Aquarelle und Gouachen tragen Signatur und oft Datum. Entwürfe zu Glasfenstern und Wandbildern erscheinen gelegentlich und dokumentieren Aufträge. Herkunft aus Kärntner und steirischen Sammlungen ist häufig. Bei Holztafeln sind Risse im Bildträger und Malschichtlockerungen zu prüfen. Druckgrafik erschien auch in Mappen, deren Vollständigkeit den Wert bestimmt, oft im Zusammenhang mit Ausstellungen in Klagenfurt und Graz.

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