Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Grafik, Zeichnungen & Aquarelle im 1. Bezirk, 1010 Wien

Grafik und Aquarelle verkaufen in der Inneren Stadt

Albertina, Dorotheum und die Kunsthandlungen der Dorotheergasse prägen den Grafikbesitz im Zentrum – viele Blätter tragen noch die Etiketten ihrer Händler.

In den Beletagen der Ringstraßenpalais und den Barockhäusern zwischen Freyung und Judenplatz hängen Blätter selten einzeln. Gesammelt wurde in Mappen und Klebebänden, die in den hohen Bibliothekskästen liegen: kolorierte Wiener Ansichten von Carl Schütz und Johann Ziegler, Porträtlithografien von Josef Kriehuber, Aquarelle mit dem Stephansdom, Plakate der Secession. Weil manche Familien unter alten Mietverträgen seit Jahrzehnten dieselbe Wohnung nutzen, liegen Käufe aus drei Generationen übereinander, oft noch im Passepartout des ursprünglichen Händlers.

Den Maßstab setzt die Albertina, deren Bestand von Dürers „Feldhase“ (1502) bis zu Schieles Zeichnungen reicht. Am Kohlmarkt gab der Verlag Artaria die Ansichten von Schütz und Ziegler heraus, in der Dorotheergasse zeigte die Galerie Miethke unter Carl Moll ab 1904 Klimt. In der Grünangergasse wurde die 1954 von Otto Mauer eröffnete Galerie zum Treffpunkt der Nachkriegsavantgarde. Ferdinand Schmutzer lehrte ab 1908 an der Akademie am Schillerplatz, Oskar Laske entwarf um 1902 die Fassade der Engel-Apotheke in der Bognergasse 9.

Fotografieren Sie für die Ersteinschätzung auch die Rückseiten: Händleretiketten aus der Dorotheergasse, Galerieaufkleber oder Ausstellungsvermerke der Secession helfen bei der Zuordnung. Gerahmte Blätter bleiben bis zur Besichtigung im Rahmen. Hat ein Blatt in den Jahren 1938 bis 1945 den Eigentümer gewechselt, klären wir seinen Weg. Für Adressen in der Fußgängerzone, etwa am Graben, vereinbaren wir Uhrzeit und Ladezone vorab; große Rahmen tragen wir über das Stiegenhaus. Für angekaufte Blätter zahlen wir bar oder überweisen.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Kolorierte Ansichten von Schütz und Ziegler – vom Verlag Artaria am Kohlmarkt herausgegeben, in alten Wiener Familien gesammelt.
  • Blätter mit Etiketten der Dorotheergasse und der Galerie nächst St. Stephan – Käufe bei Händlern und Galerien im Bezirk.
  • Plakate und Druckgrafik der Secession – Ausstellungshaus an der Friedrichstraße, Kundschaft im Großbürgertum.
  • Porträtlithografien von Josef Kriehuber – Bildnisse der Wiener Gesellschaft als Familiengalerie.

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

513

Manufakturen & Marken

8

Epochen & Stile

73

Materialien, Techniken & Punzen

28

Fragen zu Grafik, Zeichnungen & Aquarelle

Mein Blatt ist mit Bleistift signiert – ist es dann ein Original?

Nicht automatisch. Auch Offsetdrucke und Plakate wurden nachträglich signiert. Entscheidend sind Drucktechnik, Papier und Auflagenangabe, die bei Originalgrafik zum Werk gehören.

Was bedeuten „e. a.“ oder „h. c.“ neben der Nummer?

„E. a.“ steht für épreuve d'artiste, ein Künstlerexemplar außerhalb der nummerierten Auflage, „h. c.“ für hors commerce, nicht für den Handel bestimmt. Solche Exemplare werden in der Regel ähnlich bewertet wie nummerierte Blätter.

Soll ich die Grafik aus dem Rahmen nehmen?

Für Fotos ist ein Blatt ohne Glas ideal, nehmen Sie es aber nur heraus, wenn das ohne Kraftaufwand gelingt. Klebebänder und Passepartouts sollten Sie nicht lösen. Bei der Besichtigung werden Rahmen fachgerecht geöffnet.

Sind Kupferstiche aus alten Büchern wertvoll?

Einzelne Tafeln aus Büchern, etwa Ansichten, Karten oder botanische Darstellungen, haben einen eigenen Markt, wenn sie gut erhalten und alt koloriert sind. Vollständige Bücher sind jedoch meist mehr wert als herausgelöste Tafeln.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.