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Klassische Moderne im 1. Bezirk, 1010 Wien

Klassische Moderne in der Inneren Stadt: Secession, Akademie, Miethke

Zwischen Schillerplatz, Stubenring und Dorotheergasse lernten, stellten und verkauften die Maler der Wiener Moderne. Viele ihrer Werke blieben in Beletage-Wohnungen am Ring.

In den Ringstraßenpalais tragen Wände von mehr als vier Metern Höhe großformatige Bildnisse ebenso wie dicht gehängte Zeichnungen. Viele Haushalte im Stubenviertel, um die Freyung und im Kärntner Viertel sind über Generationen gewachsen; Ölbilder der Secessionszeit, Aquarelle der Zwischenkriegszeit und gerahmte Aktstudien hängen dort oft noch an ihrem angestammten Platz. Im Textilviertel um Rudolfsplatz und Salzgries gehörten bis 1938 zahlreiche Wohnungen und Kontore jüdischen Kaufleuten; bei Werken aus diesem Umfeld klären wir die Herkunft vor jedem Angebot.

Ausbildung und Markt lagen hier dicht beieinander. Egon Schiele studierte 1906–1909 an der Akademie am Schillerplatz, Oskar Kokoschka zur selben Zeit an der Kunstgewerbeschule am Stubenring, wo Franz Cizek später Erika Giovanna Klien, My Ullmann und Elisabeth Karlinsky zum Wiener Kinetismus führte. Carl Moll leitete ab 1904 die Galerie Miethke in der Dorotheergasse, der Hagenbund stellte in der Zedlitzhalle aus. Etiketten dieser Häuser auf Keilrahmen und Passepartouts sind Herkunftsbelege, die Schiele-Zeichnungen der Albertina ein naheliegender Vergleich.

Zur ersten Einschätzung reichen uns Aufnahmen der Bildseite, der Rückseite, der Signatur und sämtlicher Aufkleber, per WhatsApp oder über das Formular; kostenlos ist auch die Besichtigung in der Wohnung. In der Fußgängerzone um Graben und Kärntner Straße legen wir die Abholung in die erlaubten Ladezeiten, Großformate verpacken wir an Ort und Stelle in Kantenschutz und Decken. Sie erhalten den vereinbarten Betrag bar oder per Überweisung.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Zeichnungen und Aquarelle mit Etiketten der Galerie Miethke oder des Hagenbunds – Verkaufs- und Ausstellungsorte im Bezirk
  • Gouachen des Wiener Kinetismus – Cizeks Klasse an der Kunstgewerbeschule am Stubenring
  • Bildnisse und Akte von Akademieprofessoren wie Herbert Boeckl oder Sergius Pauser – Lehrtätigkeit am Schillerplatz
  • Großformatige Ölbilder der Secessionszeit – Salons in Ringstraßenwohnungen mit hohen Wänden

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

161

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

26

Materialien, Techniken & Punzen

15

Fragen zu Klassische Moderne

Die Zeichnung hat Stockflecken und ist vergilbt – ist sie noch etwas wert?

Bei gesuchten Künstlern ja. Papierrestauratoren können Flecken mindern und säurehaltige Montagen entfernen. Lassen Sie das Blatt bis zur Besichtigung im Rahmen und nehmen Sie es nicht aus dem Passepartout.

Kaufen Sie auch Werke, die im Exil entstanden sind?

Ja. Arbeiten von Josef Floch, Gerhart Frankl, Marie-Louise von Motesiczky oder Georg Ehrlich, die nach 1938 in London, Paris oder New York entstanden, gehören zur österreichischen Moderne. Ausschlaggebend sind Qualität und Zustand, nicht der Entstehungsort.

Wie wichtig ist die Rückseite eines Gemäldes?

Sehr wichtig. Galerieetiketten, Ausstellungsnummern, Rahmenmacherstempel und Beschriftungen erzählen die Geschichte eines Werks und sind für die Provenienzprüfung unverzichtbar. Entfernen Sie nichts und fotografieren Sie alles.

Ist eine Lithografie von Kokoschka auch Klassische Moderne?

Ja, Druckgrafik gehört zum Werk, wird aber anders bewertet als Unikate. Bleistiftsignatur, Auflagenhöhe und Druckqualität bestimmen den Wert; Einzelheiten stehen auf der Seite zur Grafik.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.