Ludwig Ferdinand Graf im 1. Bezirk, 1010 Wien
Ludwig Ferdinand Graf: Hagenbund-Präsident in der Zedlitzgasse
Ab 1909 leitete Graf den Hagenbund, der in der Zedlitzhalle, Zedlitzgasse 6, ausstellte – eine dritte Kraft neben Künstlerhaus und Secession.
Die Zedlitzgasse 6 war die Ausstellungsadresse des Hagenbundes: In der Zedlitzhalle zeigte die Vereinigung, was zwischen dem Künstlerhaus am Karlsplatz und der Secession an der Friedrichstraße keinen Platz fand. Ludwig Ferdinand Graf, gebürtiger Wiener, in Wien und Paris ausgebildet, trat 1901 bei, ein Jahr nach der Gründung, und war ab 1909 Präsident. Kunsthandlungen in Dorotheergasse und Spiegelgasse lagen in Gehweite, ebenso die Galerien der Ringstraßenzone. Nach Grafs Tod 1932 geriet sein Werk für Jahrzehnte aus dem Blick.
Grafs Landschaften, Akte und Stadtbilder in kräftiger, frei gesetzter Farbe wurden erst in den 1990er-Jahren wiederentdeckt; entsprechend können Bilder in Familienbesitz hängen, deren Urheber niemand erkannt hat. Wir prüfen Signatur, Malgrund, Rahmen und Etiketten auf der Rückseite – Ausstellungsetiketten des Hagenbundes sind ein guter Herkunftsnachweis. Kataloge der Hagenbund-Ausstellungen sind eigene Sammelstücke. Weil viele Hagenbund-Mitglieder und Sammler jüdischer Herkunft waren, prüfen wir bei Besitzwechseln nach 1938 die Provenienz.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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