Andrea Pozzo im 1. Bezirk, 1010 Wien
Andrea Pozzo in der Jesuitenkirche: die gemalte Kuppel
1703–1705 gestaltete Andrea Pozzo die Jesuitenkirche um und malte ihr eine Kuppel auf die flache Decke – Illusion als barockes Handwerk.
Die Jesuitenkirche am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, neben der Alten Universität, gestaltete Andrea Pozzo 1703–1705 um. Ihr bekanntestes Detail ist die Scheinkuppel: Auf die flache Decke malte er eine Kuppel, die nur von einem Punkt im Langhaus richtig wirkt – ein Verfahren, das er in Rom in Sant’Ignazio erprobt hatte. Dazu kommen gedrehte Säulen aus Stuckmarmor und der Hochaltar. Die Kirche liegt wenige Schritte von Bäckerstraße und Wollzeile entfernt, im ältesten Universitätsviertel der Stadt.
Barocke Malerei mit Scheinarchitektur, Andachtsbilder aus Jesuitenkreisen und illusionistische Ölskizzen kommen gelegentlich aus Wiener Altbauwohnungen in den Handel. Zuschreibungen an Pozzo selbst sind sehr selten haltbar; häufiger handelt es sich um Werkstatt- oder Schülerarbeiten. Wir prüfen Leinwand, Grundierung und Malweise und fragen nach Kirchen- oder Klosterherkunft, weil sakrales Gut besondere Nachweise braucht. Bücher mit Kupferstichtafeln zur Perspektive gehören ebenfalls zu diesem Feld.
Andrea Pozzo in anderen Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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