Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Zeitgenössische Kunst im 1. Bezirk, 1010 Wien

Innere Stadt: Zeitgenössische Kunst aus Ringstraßenwohnungen

Zwischen Grünangergasse, Seilerstätte und Dorotheergasse kaufen Wiener Sammler seit 1954 Informel, Aktionismus und Neue Malerei – vieles hängt bis heute in Altbauten am Ring.

Beletage-Wohnungen an der Ringstraße mit Raumhöhen über vier Metern tragen Formate, für die ein Zinshaus in den Außenbezirken keine Wand hat: zwei Meter breite Leinwände der Neuen Malerei, Schüttbilder, große Übermalungen. In Kanzleien und Ordinationen im Schottenviertel und rund um Freyung und Am Hof hängen dagegen Arbeiten auf Papier und gerahmte Editionen. Wird eine Wohnung mit jahrzehntealtem Mietvertrag aufgegeben oder ein Büro verkleinert, kommen Bilder zum Vorschein, die direkt in den Galerien des Bezirks gekauft wurden, oft samt Rechnung und Katalog.

Otto Mauer gründete 1954 die Galerie nächst St. Stephan in der Grünangergasse; dort stellten Josef Mikl, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Arnulf Rainer aus, der Art Club traf sich ab 1951 im Strohkoffer unter der Loos-Bar. Mikl schuf nach dem Brand von 1992 bis 1997 die Decken- und Wandbilder im Großen Redoutensaal der Hofburg, Hans Robert Pippal 1955 zwei Deckenmosaike im Burgtheater, Alfred Hrdlicka das Mahnmal am Albertinaplatz. 1968 zeigte die Secession die „Wirklichkeiten“, das Neue Institutsgebäude der Universität erlebte „Kunst und Revolution“.

Für die Ersteinschätzung genügen Fotos von Vorder- und Rückseite: Signatur, Datierung, Etiketten von Galerie oder Ausstellung, bei Druckgrafik Nummer und Blindstempel. Termine am Graben und in der Kärntner Straße planen wir nach den Ladezeiten der Fußgängerzone. Ein Großformat, das einst über die Flügeltüren einer Beletage hereinkam, verlässt die Wohnung meist auf demselben Weg; in barocken Bürgerhäusern mit schmaler Wendelstiege messen wir vorher Türen und Podeste.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Informelle Malerei der Galerie nächst St. Stephan – Mikl, Hollegha, Prachensky und Rainer wurden ab 1954 im Bezirk gezeigt und gekauft.
  • Großformate der Neuen Malerei – Ringstraßenwohnungen mit über vier Meter hohen Wänden.
  • Arbeiten auf Papier und Editionen mit Galerieetiketten – Kanzleien, Ordinationen und Kunsthandlungen der Dorotheergasse.

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

232

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

28

Materialien, Techniken & Punzen

12

Fragen zu Zeitgenössische Kunst

Muss ich beim Verkauf das Folgerecht bezahlen?

Das Folgerecht betrifft nur Verkäufe unter Beteiligung des Kunsthandels und urheberrechtlich geschützte Werke. Die Abwicklung wird bei der Angebotslegung besprochen.

Mein Bild ist nur rückseitig signiert – ist das ein Problem?

Nein, bei Gegenwartskunst ist die rückseitige Signatur mit Titel und Datum üblich. Wichtig ist, dass sie zur Handschrift des Künstlers passt und durch Rechnung oder Zertifikat gestützt wird.

Was mache ich, wenn das Zertifikat fehlt?

Viele Werke wurden direkt im Atelier oder ohne Papiere erworben. Dann helfen Fotos, Briefe, Ausstellungskataloge und eine Anfrage beim Künstler, seinem Studio oder der Galerie. Diese Klärung ist Teil der Bewertung.

Meine Neonarbeit leuchtet nicht mehr – kaufen Sie sie trotzdem?

Ja, wenn das Objekt sonst intakt ist. Röhren und Transformatoren lassen sich nach Vorgabe der Künstlerin oder des Künstlers ersetzen; der Aufwand fließt in die Bewertung ein.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.