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Antiquitäten Wien

Fotografie im 1. Bezirk, 1010 Wien

Atelierfotografie und Vintage-Prints aus der Inneren Stadt

Zwischen Wipplingerstraße, Weihburggasse und Kärntner Ring arbeiteten d'Ora, Löwy und Benda. Ihre Abzüge liegen bis heute in Wohnungen des 1. Bezirks.

Fotografien liegen in den Beletage-Wohnungen der Ringstraßenpalais und in den barocken Bürgerhäusern zwischen Judenplatz und Freyung selten lose herum. Sie stecken in Alben mit Prägeeinband und Messingschließen, in Schubladen hoher Bücherkästen oder gerahmt hinter Glas im Salon. Weil viele Familien seit Generationen dieselbe Wohnung nutzen, reichen die Bestände oft von Visitkartenporträts der 1860er-Jahre über Kabinettbilder aus Hofateliers bis zu Pressefotos der Nachkriegszeit. Kanzleien und Ordinationen im Stubenviertel hinterlassen außerdem gerahmte Gruppenaufnahmen von Kollegien und Vereinen.

Der Bezirk war das Zentrum der Wiener Atelierfotografie. Josef Löwy betrieb ein Atelier in der Weihburggasse 31, Madame d'Ora eröffnete 1907 mit Arthur Benda ihr Studio in der Wipplingerstraße, Benda führte ab 1938 ein eigenes am Kärntner Ring, und Trude Fleischmann fotografierte bis 1938 nahe dem Rathaus. 1902 zeigte die Secession Gummidrucke des Wiener Kleeblatts um Hans Watzek und Heinrich Kühn. Franz Hubmann porträtierte die Gäste des Café Hawelka in der Dorotheergasse, und die Albertina verwahrt eine der großen Fotosammlungen Österreichs.

Alben und Kartons tragen wir selbst durchs Stiegenhaus, auch wenn die Wohnung im vierten Stock liegt und kein Lift fährt; ein Fahrzeug brauchen wir nur für umfangreiche Glasplattenbestände, und dafür klären wir die Einfahrt in die Fußgängerzone am Graben vorab. Für die Ersteinschätzung reichen Fotos von Vorder- und Rückseite: Kartonaufdrucke wie „Löwy“ oder Prägestempel des Ateliers d'Ora grenzen Entstehungszeit und Bedeutung eines Abzugs ein. Die Besichtigung in Ihrer Wohnung kostet nichts.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Atelierporträts von d'Ora und Benda – Studio in der Wipplingerstraße ab 1907, Kundschaft aus Adel, Bühne und Großbürgertum
  • Visitkarten- und Kabinettbilder mit Hofatelier-Aufdruck – Familienalben aus Beletage-Wohnungen der Ringstraßenzone
  • Edeldrucke des Piktorialismus – Ausstellung des Wiener Kleeblatts in der Secession 1902
  • Kaffeehaus- und Künstlerporträts der Nachkriegszeit – Hubmanns Hawelka-Serie als Vergleich

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

70

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

16

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Fotografie

Sind alte Familienfotos etwas wert?

Meist nur im Zusammenhang, etwa wenn ein Album Orte, Ereignisse oder bekannte Ateliers dokumentiert. Frühe Techniken wie Daguerreotypien und Ambrotypien sind auch mit unbekannten Personen gesucht. Fotos der Rückseiten mit Atelieraufdrucken helfen bei der Einschätzung.

Wie lagere ich Daguerreotypien bis zur Besichtigung?

Lassen Sie sie im Etui, öffnen Sie das Deckglas nicht und reinigen Sie die Platte nicht, da die Oberfläche bei Berührung zerstört wird. Bewahren Sie sie trocken und lichtgeschützt auf.

Kaufen Sie auch Glasnegative?

Ja, besonders Bestände von Ateliers, Stadtansichten und Ereignissen. Glasnegative sind zerbrechlich und schwer und werden bei der Abholung in Kisten verpackt. Beschriftete Hüllen und Schachteln sollten erhalten bleiben.

Mein Foto ist mit Bleistift signiert – ist es dadurch wertvoll?

Eine Signatur stützt die Zuschreibung, ersetzt aber nicht die Prüfung von Papier und Abzug. Auch späte Abzüge wurden von Fotografen signiert. Entscheidend sind Fotograf, Motiv, Abzugsalter und Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.