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Porzellan im 1. Bezirk, 1010 Wien

Porzellan aus der Inneren Stadt: Service mit Bindenschild

Speiseservice aus Ringstraßenwohnungen, Alt-Wiener Tassen, Lipizzanerfiguren und Biskuit im Geschmack Canovas – Porzellanankauf zwischen Hofburg und Stubenring.

Wer zwischen Ring und Donaukanal eine Beletage-Wohnung auflöst, stößt im Speisezimmer meist auf ein vollständiges Service: Teller, Terrinen und Saucieren für zwölf oder mehr Personen, oft mit blauem Bindenschild der Wiener Manufaktur oder der Marke von Augarten. Die Palais der Ringstraßenzone und die barocken Bürgerhäuser um Freyung und Judenplatz bewahren daneben Biedermeiertassen mit Stadtansichten, Figuren in Glasvitrinen und Prunkschalen, die zu den Möbeln des Historismus gekauft wurden.

Zum Vergleich liegen große Sammlungen in Gehweite: Die Silberkammer der Hofburg zeigt Tafelgeschirr des Hofes, das MAK am Stubenring das Porzellanzimmer aus dem Palais Dubsky mit Arbeiten der Du-Paquier-Zeit. Antonio Canovas Grabmal für Erzherzogin Marie Christine in der Augustinerkirche steht für jenen Klassizismus, dem die Biskuitfiguren der Wiener Manufaktur um 1800 folgten. Anton Kothgasser, ausgebildet als Porzellanmaler, ließ seine bemalten Gläser über den Händler Leopold Schadlbauer am Stephansplatz verkaufen.

Vollständige Service zählen wir vor Ort Stück für Stück; eine Liste der Teile und Fotos von zwei, drei Bodenmarken genügen vorab. Die Fußgängerzonen um Graben und Kohlmarkt erlauben das Zufahren nur zu bestimmten Zeiten, deshalb verpacken wir in der Wohnung transportfertig in Kisten mit Zwischenlagen. Bei Beständen, deren Besitzgeschichte durch die Jahre nach 1938 führt, klären wir zuerst die Herkunft.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Speiseservice mit Bindenschild – Speisezimmer großbürgerlicher Ringstraßenwohnungen.
  • Lipizzanerfiguren von Augarten – Spanische Hofreitschule in der Hofburg als Motivgeber.
  • Biedermeiertassen mit Wiener Ansichten – Sammeltradition in Altstadthaushalten.
  • Biskuitfiguren und -büsten des Klassizismus – Vergleich mit Canovas Werken in Augustinerkirche und Kunsthistorischem Museum.

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

28

Manufakturen & Marken

51

Epochen & Stile

34

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Porzellan

Sind große Speiseservice noch gefragt?

Große Speiseservice des 20. Jahrhunderts haben heute einen kleineren Markt als früher. Gefragt bleiben Service bekannter Manufakturen mit gesuchten Dekoren sowie einzelne Teile zur Ergänzung. Eine Liste mit Anzahl und Art der Teile hilft bei der Einschätzung.

Kaufen Sie auch beschädigtes Porzellan?

Bei seltenen Stücken, alten Manufakturarbeiten und gesuchten Figuren ja, auch mit Schäden oder alten Restaurierungen. Bei Gebrauchsporzellan mindern Chips und Risse den Wert so stark, dass meist nur unbeschädigte Teile in Frage kommen.

Wie lassen sich Hummel-Figuren datieren?

Über die Marke von Goebel am Boden: Die frühe Kronenmarke, die volle Biene im V ab etwa 1950, danach stilisierte Bienen und ab den späten 1970er-Jahren Marken ohne Biene. Frühe Marken sind gesuchter als späte.

Was ist eine Lipizzanerfigur von Augarten?

Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten fertigt Figuren der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in verschiedenen Lektionen, mit und ohne Reiter. Sie tragen den Bindenschild mit Krone und werden handbemalt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.