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Antiquitäten Wien

Volkskunst & Krippen im 1. Bezirk, 1010 Wien

Krippen und Hinterglasbilder aus der Inneren Stadt

Über Generationen gewachsene Haushalte in Ringstraßenpalais und Bürgerhäusern bewahren Weihnachtskrippen, Hinterglasbilder und Andenken aus Sommerfrischen im Alpenraum.

Großbürgerliche Familien der Ringstraßenzone verbrachten den Sommer im Salzkammergut oder in Tirol; von dort kamen geschnitzte Krippenfiguren, Spanschachteln, Trachtenschmuck und Goldhauben in die Beletage-Wohnungen. Barocke Bürgerhäuser nahe Freyung und Judenplatz, deren Haushalte über Generationen gewachsen sind, bewahren Kastenkrippen unter Glas, Fatschenkinder in Klosterarbeit und Hinterglasbilder mit Heiligen. Bei Verlassenschaften liegen Krippenfiguren häufig verpackt in Kisten auf dem Dachboden, getrennt von der übrigen Weihnachtsdekoration.

Gefasste Krippen- und Heiligenfiguren folgen einer Schnitztradition, die in den spätgotischen Altären ihren Ausgangspunkt hat; im Stephansdom lässt sie sich an der Steinkanzel um 1500, an Anton Pilgrams Orgelfuß und am Wiener Neustädter Altar studieren. Das MAK am Stubenring dokumentiert in seiner Schausammlung zu Empire und Biedermeier jene Epoche, in der Fatschenkinder und Wachsstöcke in Bürgerhaushalten verbreitet waren. Das Dorotheum, 1707 gegründet, und die Kunsthandlungen der Dorotheergasse sind seit jeher Orte, an denen Wiener Familien Sammelgut weitergeben.

Krippen mit vielen Figuren fotografieren Sie am besten aufgestellt und zusätzlich einzelne Figuren von unten, wo mitunter Werkstattstempel oder Papieretiketten sitzen. Neapolitanische Figuren mit Terrakottaköpfen und Stoffgewändern verpacken wir einzeln. Kirchliche Stücke wie Votivtafeln kaufen wir nur mit belegter Herkunft. Wir kommen kostenlos zur Besichtigung; für Abholungen in der Fußgängerzone klären wir die Zufahrt vorab.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Kastenkrippen und geschnitzte Krippenfiguren – Erinnerungsstücke aus Sommerfrischen im Alpenraum
  • Fatschenkinder und Klosterarbeiten – Biedermeier-Frömmigkeit in Bürgerhaushalten
  • Neapolitanische Krippenfiguren – mitunter Reiseandenken großbürgerlicher Familien

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Was ist mit Votivtafeln aus einer aufgelassenen Kapelle?

Votivtafeln gehören in der Regel der Kirche oder dem Eigentümer der Kapelle. Wir übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Besitz belegt ist, etwa bei einer Hauskapelle in Familienbesitz. Bitte klären Sie das vorab mit der Pfarre.

Lohnt die Bewertung einzelner Model oder Spanschachteln?

Ja. Lebzeltmodel mit fein geschnittenen Motiven und bemalte Brautschachteln haben eigene Sammler. Größere Sätze bewerten wir gemeinsam.

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.