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Künstler: Gotik & Renaissance

Albrecht Dürer

Maler, Grafiker, 1471–1528, Nürnberg

Nürnberger Maler und Grafiker; die Albertina bewahrt mit „Feldhase“ und „Betende Hände“ einige seiner bekanntesten Zeichnungen.

Albrecht Dürer lernte bei seinem Vater, einem Goldschmied, und bei Michael Wolgemut in Nürnberg. Zwei Italienreisen, 1494/95 und 1505 bis 1507, sowie eine Reise in die Niederlande 1520/21 verbanden ihn mit den Kunstzentren seiner Zeit. Für Kaiser Maximilian I. arbeitete er an der Holzschnitt-„Ehrenpforte“ und am „Triumphzug“. Das Kunsthistorische Museum besitzt unter anderem das „Allerheiligenbild“ von 1511 und das Bildnis Maximilians von 1519.

Dürers Gewicht im Handel liegt bei der Druckgrafik. Die Holzschnittfolge der „Apokalypse“ erschien 1498, das „Marienleben“ und die „Große Passion“ folgten; mit den Kupferstichen „Ritter, Tod und Teufel“ (1513), „Hieronymus im Gehäus“ und „Melencolia I“ (beide 1514) erreichte er die höchste Präzision des Grabstichels. Aquarelle wie das „Große Rasenstück“ von 1503 und die Naturstudien der Albertina zeigen den Zeichner. Daneben steht ein umfangreiches Werk an Zeichnungen in Feder, Pinsel und Silberstift.

Das Monogramm aus großem A mit eingestelltem D wurde schon zu Lebzeiten kopiert; Marcantonio Raimondi stach das „Marienleben“ samt Zeichen nach. Bei jedem Blatt sind Abzugsqualität, Wasserzeichen wie Ochsenkopf oder Hohe Krone, Plattenrand und Erhaltung zu prüfen. Spätere Abzüge von abgenutzten Stöcken, Kopien des 16. Jahrhunderts und Faksimiles des 19. Jahrhunderts sind weit häufiger als frühe Originalabzüge.

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