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Grafik, Zeichnungen & Aquarelle

Wiener Farbholzschnitte

Farbige Holzschnitte der Secessionszeit von Emil Orlik, Carl Moser, Ludwig Heinrich Jungnickel und ihren Zeitgenossen.

Nach dem Vorbild japanischer Farbholzschnitte erneuerten Wiener Künstler um 1900 die Technik. Emil Orlik reiste 1900 nach Japan und lernte dort den Holzschnitt, der Bozener Carl Moser schnitt Tiroler Bauern und Tiere in flächigen Farben, Ludwig Heinrich Jungnickel Tiere des Schönbrunner Tiergartens. Josef Stoitzner, Hans Frank und Emma Bormann setzten die Tradition fort, Norbertine Bresslern-Roth übertrug sie in den Linolschnitt. Die Blätter wurden in der Secession ausgestellt und in Zeitschriften wie Ver Sacrum veröffentlicht.

Farbholzschnitte wurden in kleinen Auflagen von Hand gedruckt und meist mit Bleistift signiert. Gefragt sind frische, unverblasste Abzüge mit kräftigen Farben und breitem Rand; die Wasserfarben reagieren empfindlich auf Licht. Moser druckte selbst und variierte die Farben von Abzug zu Abzug, was jedes Blatt individuell macht. Japanpapier ist dünn und reißt leicht. Werkverzeichnisse und Ausstellungskataloge helfen bei Datierung und Auflage. Hinter UV-Schutzglas gerahmte Blätter sind meist besser erhalten.

Woran man es erkennt

  • Handdruck in kleiner Auflage
  • Lichtempfindliche Farben
  • Dünnes Japanpapier
  • Farbvarianten bei Moser

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.