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Antiquitäten Wien

Design des 20. Jahrhunderts im 1. Bezirk, 1010 Wien

Design des 20. Jahrhunderts aus der Inneren Stadt

Von Loos’ American Bar bis zu Holleins Haas-Haus: Zwischen Kohlmarkt, Graben und Stubenring ist Wiener Design seit 1900 gebaute Stadtgeschichte.

Wohnungsauflösungen in der Inneren Stadt bringen oft zwei Schichten zutage: das gewachsene Mobiliar einer Beletage im Ringstraßenpalais und daneben, was spätere Generationen hineingestellt haben – einen Loungesessel der Sechzigerjahre vor dem Kachelofen, eine Stehleuchte von Kalmar neben der Vitrine. Seit viele Wohnungen um Freyung, Schottenviertel und Stubenviertel zu Kanzleien und Büros wurden, kommen zusätzlich Schreibtische, Stahlrohrsessel und Konferenzmöbel aus Büroräumen der Nachkriegszeit in den Handel.

Die Vergleichsstücke stehen in Gehweite. Adolf Loos richtete 1908 die American Bar im Kärntner Durchgang ein und gestaltete den Herrenausstatter Knize am Graben 13; Oswald Haerdtl gab dem Café Prückel am Stubenring 1954 seine Fünfzigerjahre-Einrichtung. Hans Hollein setzte 1965 mit dem Kerzengeschäft Retti am Kohlmarkt ein frühes Zeichen des Space Age, 1974 folgte der Juwelier Schullin am Graben. Josef Frank und Oskar Wlach verkauften ihre Möbel im Geschäftslokal von Haus & Garten in der Bösendorferstraße; das MAK am Stubenring sammelt Wiener Möbel und Metallarbeiten bis in die Gegenwart.

Für die Ersteinschätzung genügen Fotos der Unterseite: Etiketten, Brandstempel und Plaketten unterscheiden Erstproduktion und Reedition. Das ist hier besonders wichtig, weil Leuchten nach Entwürfen von Loos und Hoffmann bei Woka im Palais Breuner bis heute neu gefertigt werden. Die kostenlose Besichtigung planen wir mit Blick auf Fußgängerzonen und Ladezeiten; aus barocken Bürgerhäusern mit schmalen Stiegen tragen wir Sitzgruppen zerlegt hinaus.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Leuchten von Kalmar und Reeditionen von Woka – Altbauräume mit hohen Decken; Erstausführung und Neuauflage werden getrennt bewertet
  • Büromöbel der Nachkriegsmoderne – Kanzleien und Verwaltungen in ehemaligen Wohnungen der Ringstraßenzone
  • Möbel und Leuchten von Haus & Garten – Kundschaft des Geschäftslokals in der Bösendorferstraße

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

72

Manufakturen & Marken

65

Epochen & Stile

29

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Design des 20. Jahrhunderts

Kaufen Sie auch Leuchten von Kalmar ohne Typenschild?

Ja. Etiketten und Plaketten von Kalmar sind oft verloren, die Zuordnung erfolgt dann über Modell, Materialien und Kataloge. Vollständige Schirme und originale Fassungen sind für die Bewertung wichtig.

Was ist mit Möbeln aus Palisander?

Möbel mit Furnier aus Rio-Palisander unterliegen dem Artenschutz und benötigen für den Handel in der Regel eine Bescheinigung. Für Teak oder Nussbaum gelten diese Einschränkungen nicht. Welche Holzart vorliegt, zeigt sich an Maserung, Farbe und Herstellerangaben.

Kaufen Sie ganze Einrichtungen der Fünfzigerjahre?

Ja. Komplette Wohn- und Speisezimmer der Nachkriegszeit werden gesichtet, das Angebot kann einzelne Stücke oder die ganze Einrichtung umfassen. Was nach dem Ankauf in der Wohnung bleibt, räumt auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Wie wichtig sind Kataloge und Rechnungen?

Originalrechnungen, Kataloge und Fotos aus der Entstehungszeit belegen Herkunft und Datierung und erleichtern die Bewertung. Bewahren Sie sie gemeinsam mit dem Möbel auf.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.