Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
Lithografierte Bildnisse
Porträtlithografien des Biedermeier von Josef Kriehuber und seinen Zeitgenossen.
Die Lithografie, um 1796 von Alois Senefelder erfunden, ermöglichte im Biedermeier die Vervielfältigung von Bildnissen in großer Zahl. Josef Kriehuber zeichnete zwischen etwa 1826 und 1860 rund dreitausend Porträts auf den Stein: Mitglieder des Kaiserhauses, Adelige, Musiker wie Franz Schubert und Franz Liszt, Schauspieler, Schriftsteller und Bürger. Sie wurden einzeln verkauft und in Alben gesammelt. Auch Bildnisse nach Gemälden von Friedrich von Amerling und Peter Fendi erschienen als Lithografien. Kriehubers Blätter sind eine Bildquelle zur Wiener Gesellschaft des Vormärz.
Bewertet werden Bekanntheit der dargestellten Person, Druckqualität und Erhaltung; Bildnisse von Musikern und Dichtern sind besonders gefragt. Frühe Abzüge auf aufgewalztem Chinapapier zeigen die feinsten Abstufungen. Viele Blätter sind gebräunt oder stockfleckig. Spätere Nachdrucke und Offsetreproduktionen sind häufig und am fehlenden Steinkorn zu erkennen. Ein vollständiges Album wird höher bewertet als Einzelblätter, ebenso Blätter mit Widmung. Kolorierte Exemplare kommen seltener vor und werden gesondert eingestuft.
Woran man es erkennt
- Bekannte Dargestellte
- Abzüge auf Chinapapier
- Steinkorn unter der Lupe
- Alben und Widmungen
Künstler & Entwerfer
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