Oskar Kokoschka im 1. Bezirk, 1010 Wien
Oskar Kokoschka in der Inneren Stadt: Studienjahre am Stubenring
Von 1904 bis 1909 studierte Kokoschka an der Kunstgewerbeschule am Stubenring; in dieser Zeit entstanden „Die träumenden Knaben“, gedruckt 1908 für die Wiener Werkstätte.
Die Kunstgewerbeschule am Stubenring, eng mit dem Museum für Kunst und Industrie verbunden, war für Oskar Kokoschka 1904 bis 1909 Ausbildungsort. Noch als Student arbeitete er für die Wiener Werkstätte: Postkarten und das Bilderbuch „Die träumenden Knaben“, 1908 in Farblithografie gedruckt. Seine Beiträge zur Kunstschau 1908 und das Drama „Mörder, Hoffnung der Frauen“ 1909 lösten Skandale aus. Adolf Loos, dessen Haus am Michaelerplatz gerade entstand, vermittelte ihm Porträtaufträge im Wiener Bürgertum. Später lehrte Kokoschka in Dresden und lebte in Prag, London und am Genfersee.
„Die träumenden Knaben“ erschien in kleiner Auflage, spätere Ausgaben und Faksimiles sind häufiger; Bindung, Papier, Druckvermerk und Qualität der Lithografien entscheiden. Postkarten der Wiener Werkstätte nach Kokoschka tragen Nummer und Verlagsaufdruck auf der Rückseite. Aus dem späteren Werk stammen Lithografie-Folgen der Nachkriegszeit, meist signiert und nummeriert. Signaturen prüfen wir besonders sorgfältig, denn Fälschungen kommen vor. Grafik aus Altstadtwohnungen und Kanzleien bewerten wir nach Fotos und bei einer Besichtigung.
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