Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts im 1. Bezirk, 1010 Wien

Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Ringstraßenpalais der Inneren Stadt

Salonporträts, Makart-Ölskizzen und Veduten des Stephansdoms aus Beletage-Wohnungen zwischen Ring und Donaukanal – Ankauf mit Besichtigung vor Ort.

Zwischen Freyung, Stubenviertel und Kärntner Viertel hängen Bilder des 19. Jahrhunderts oft noch dort, wo sie um 1870 aufgehängt wurden: in Beletage-Wohnungen der Ringstraßenpalais mit Wänden von über vier Metern Höhe. Salonhängungen mit Damenbildnissen, Historienbildern und Landschaften in breiten Goldrahmen gehören hier zum gewohnten Bild. In den barocken Bürgerhäusern um Judenplatz und Am Hof finden sich dagegen kleinere Biedermeier-Bildnisse und Familienporträts, die seit Generationen ihren Platz nicht gewechselt haben, oft unter alten Mietverträgen.

Die Maler dieser Bilder haben im Bezirk selbst Spuren hinterlassen. Hans Makart schuf die Lünetten im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums, Moritz von Schwind 1866/67 die „Zauberflöte“-Fresken der Staatsoper, Hans Canon das Deckenbild „Der Kreislauf des Lebens“ im Naturhistorischen Museum. Rudolf von Alt hielt den Stephansdom in zahlreichen Aquarellen und Ölbildern fest. Im Stadtpark stehen Denkmäler für Friedrich von Amerling, Hans Makart und Emil Jakob Schindler. Das Dorotheum, seit 1788 im ehemaligen Dorotheerkloster, bildet mit den Kunsthandlungen der Dorotheergasse bis heute den Marktplatz dieser Malerei.

Für die Besichtigung zählt in der Inneren Stadt die Logistik: Rund um Graben und Kärntner Straße, beides Fußgängerzone, darf man nur zu Lieferzeiten zufahren, barocke Stiegenhäuser sind eng und oft ohne Lift. Großformate prüfen wir deshalb an der Wand und klären Maße und Rahmenzustand vorab anhand Ihrer Fotos. Wo eine Besitzgeschichte durch die NS-Zeit führt – Enteignungen trafen etwa das Textilviertel um Salzgries schwer –, steht die Provenienzprüfung am Anfang und das Angebot am Ende.

Was in Innere Stadt häufig auftaucht

  • Salonporträts und Damenbildnisse der Ringstraßenzeit – Beletage-Wohnungen der Palais aus den 1860er- bis 1890er-Jahren.
  • Veduten des Stephansdoms und der Altstadt in Öl – Motivkreis von Rudolf von Alt und seinem Umfeld.
  • Ölskizzen und Panneaux aus dem Kreis Hans Makarts – Ausstattungsmode der Ringstraßenpalais.

Mit Bezug zu Innere Stadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 1. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 1. Bezirk.

Künstler

151

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

17

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Gemälde des 19. Jahrhunderts

Was bedeuten Etiketten des Künstlerhauses auf der Rückseite?

Das Künstlerhaus am Karlsplatz zeigte ab 1868 die Ausstellungen der Wiener Künstlergenossenschaft. Ein Etikett mit Katalognummer belegt, dass das Bild dort ausgestellt war, und erlaubt oft die Bestimmung von Titel und Jahr.

Sind Ölstudien auf Karton weniger wert als Leinwandbilder?

Nicht zwingend. Freilichtstudien von Schindler, Pettenkofen oder Alt zeigen die Handschrift unmittelbar und werden eigens gesammelt. Entscheidend sind Motiv und Ausführung.

Ich habe ein Bildpaar, ein Bild ist beschädigt – kaufen Sie beide?

Ja. Pendants werden gemeinsam bewertet, da die Zusammengehörigkeit den Wert stützt. Der Schaden fließt in die Bewertung des Paares ein.

Können Sie große Gemälde vom Dachboden holen?

Ja. Bilder werden auch von Dachböden und über enge Stiegen getragen, verpackt und auf Wunsch mit Rahmen abgeholt. Termine sind in allen 23 Bezirken möglich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.